Analysen
Fundstücke aus dem Netz — Podcasts, Artikel, Videos — Behauptung für Behauptung geprüft, mit dem Werkzeug aus den Kapiteln.
Jede Analyse folgt demselben Muster: die Behauptungen des Fundstücks werden zitiert, in drei Registern geprüft — Befund (was die Daten zeigen), Einordnung (was das plausibel bedeutet), Meinung (nicht faktencheckbar) — und mit einem Urteil versehen. Jedes Urteil verweist auf das Kapitel, das das Werkzeug dafür liefert.
A1 · Der „Deutschland geht 2029 pleite“-Podcast
Ein YouTube-Podcast erzählt, Deutschland werde absichtlich in die Pleite getrieben, damit internationale Investoren per IWF-Auflagen den DAX übernehmen können. Zwölf Behauptungen aus dem Transkript — Bund-Renditen, die 2029-These, Weimar, BASF vs. DuPont, die 10-%-Übernahme, Soros und das Pfund — einzeln geprüft.
Bilanz: 3× Kern stimmt · 3× Halbwahrheit · 4× irreführend · 2× nicht prüfbar
A2 · Das „Nur noch 29 % gezeichnet“-Video
Ein virales Video liest aus einer unterzeichneten Bund-Auktion den Käuferstreik heraus: nicht platziert, Bundesbank springt ein, Steuerzahler haftet, bald 4 bis 5 Prozent. Zehn Behauptungen, geprüft gegen die Veröffentlichungen von Finanzagentur, Bundesbank, BMF und EZB — inklusive der Titelzahl, die im Video nie gesprochen wird.
Bilanz: 1× Kern stimmt · 3× irreführend · 5× falsch · 1× Meinung