Schülerinnen und Schüler, die keine KI-Chatbots für die Schule nutzen, schneiden im Schnitt besser ab als jene, die täglich darauf zurückgreifen. Das berichtet t3n unter Berufung auf die PISA-Studie 2025 der OECD, deren Ergebnisse im September 2026 veröffentlicht wurden. Genannt werden rund 505 Punkte für Nichtnutzer gegenüber rund 475 Punkten bei täglicher Nutzung — ein Abstand von etwa 25 bis 30 Punkten. Erfasst wurden Tätigkeiten wie das Zusammenfassen von Texten, Vorrecherche, Texterstellung und der Einsatz als Lernhilfe.
Entscheidend ist die Einschränkung, die der Bericht selbst mitliefert: Die Zahlen belegen einen Zusammenhang, keine Ursache. Ob häufige Chatbot-Nutzung schwächere Leistungen erzeugt oder ob leistungsschwächere Jugendliche häufiger zum Chatbot greifen, unterscheidet eine solche Korrelation nicht.
Für die deutsche Debatte ist der Befund heikel, weil er in eine ohnehin angespannte Lage fällt — deutsche Schülerinnen und Schüler haben zuletzt in mehreren Bereichen schwach abgeschnitten; konkrete Länderwerte nennt der Bericht nicht.
Der Text bleibt nicht bei der Warnung stehen. Als Ansatzpunkte nennt er gezielte Anleitung zum kritischen Umgang mit KI, die Förderung digitaler und medialer Kompetenz sowie Maßnahmen gegen soziale Unterschiede beim Zugang. Nicht das Werkzeug entscheidet also, sondern die Anleitung dazu.