Die spannendste KI der IFA stand nicht auf einer Bühne, sondern in einem Gehäuse fürs Wohnzimmer. Anker zeigte in Berlin den Mindbase: ein Matter-Hub mit lokalem Sprachmodell und eigenem KI-Chip, der Kameraaufnahmen per natürlicher Sprache durchsuchbar macht — 48 Terabyte Speicher inklusive. Ugreen kontert mit dem Homegant, einem Hub samt Netzwerkspeicher, auf dem ein lokaler Qwen-Assistent läuft; Einstiegspreis 1.800 US-Dollar.
Das Prinzip dahinter ist bemerkenswerter als die Datenblätter: Die Modelle laufen im Gerät, nicht in der Cloud eines Anbieters. Für einen Markt, in dem Datenschutz kein Randthema ist, könnte das mehr Wirkung entfalten als jede weitere Chatbot-Funktion.
Ansonsten? Xiaomi und Samsung falteten Displays, Tecno zeigte ein rahmenloses Konzept, Acer ein 800 Gramm leichtes Swift 14 und mit dem Vero 16 ein Notebook, dessen Akku, SSD und Prozessor sich ohne Werkzeug tauschen lassen. Lenovos Project Swan zieht den Bildschirm von 14 auf 17 Zoll aus, und der Primebot T1 wandelt sich vom Roboterhund zum Humanoiden.
Das Fazit von t3n fällt nüchtern aus: mehr Evolution als Innovation, viele Konzepte ohne Preis und Termin. Die Messe firmiert inzwischen als “Innovation for All” — deutsche Aussteller sucht man in dieser Bilanz allerdings vergeblich.