Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) wird seit dem 1. August von einer Doppelspitze geführt. Prof. Marc Eichhorn rückte in die Institutsleitung auf und steht dem Institut nun gemeinsam mit dem geschäftsführenden Institutsleiter Prof. Jürgen Beyerer vor. Die Fraunhofer-Gesellschaft begründet den Schritt mit dem verbreiterten Kompetenzspektrum des Hauses: von der Lasertechnik über optronische Systeme und Computer Vision bis zur KI-basierten Robotik.
Eichhorn leitet seit 2018 die Abteilung Photonik und optronische Systeme sowie den Standort Ettlingen. Parallel hat er einen Lehrstuhl für Optronik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des Karlsruher Instituts für Technologie übernommen. Unter seiner Leitung baute das Institut eine eigene Abteilung für Lasertechnik auf, die heute rund 35 Mitarbeitende zählt und auf Festkörper- und Faserlasersysteme im Infrarotbereich spezialisiert ist.
Die Personalie ist deshalb bemerkenswert, weil sie eine Verschiebung im Zuschnitt eines etablierten Instituts sichtbar macht. Die KI-basierte Robotik steht in der Mitteilung gleichrangig neben Optik und Lasertechnik — Kompetenzen, die klassisch getrennt organisiert waren. Beyerer beschreibt das Profil des Hauses als vollständige Verwertungskette des Lichts, von der Erzeugung bis zur Auswertung. Genau an deren Ende sitzt die Bildauswertung, die ohne maschinelles Lernen kaum noch auskommt.