Dasselbe Druckerproblem, dreißigmal am Tag, gelöst von hochqualifizierten IT-Fachleuten: Für Sebastian Schrötel von der KI-Plattform bei TeamViewer ist das “eine Aufgabe für die KI”. Seit dem 8. September darf sie diese Aufgabe auch übernehmen. Der KI-Agent Tia bekommt die Funktion “Tia Troubleshooting” und sucht während einer laufenden Fernwartungssitzung selbst nach den Ursachen — und setzt Lösungsvorschläge um.
Bisher war Tia vor allem Gesprächspartner: ein Chatbot für IT-Teams, der per generativer KI Skripte erzeugte und Teile der Dokumentation automatisierte. Vorgestellt wurde er im November 2025. Jetzt greift er ins laufende System ein.
Von der Leine gelassen wird er dabei nicht. Jede automatisierte Problemlösung braucht vorab eine menschliche Freigabe, und Administratoren vergeben die Rechte pro Team: Die einen bekommen nur die Chatbot-Funktionen, die anderen dürfen den Agenten eigenständig handeln lassen. “Kontrollierte Autonomie” nennt TeamViewer dieses Modell.
Der Vorbehalt hat gute Gründe. Laut einem von TeamViewer beauftragten Report wollen 61 Prozent der Befragten gerade nicht, dass KI-Systeme selbstständig agieren. Und im Sommer 2026 nutzten Angreifer Metas KI-Chatbot aus, um Passwörter zurückzusetzen und Instagram-Konten zu übernehmen.
Verfügbar sind die neuen Funktionen laut heise online für alle Fernwartungslizenzen.