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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

Niedersachsens Datenschutzbeauftragter kritisiert KI-Befugnisse im geplanten Polizeigesetz

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Denis Lehmkemper, wendet sich gegen die geplante Novelle des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (NPOG). In seinem Tätigkeitsbericht 2025 kritisiert er mehrere Befugnisse, die das Vorhaben der rot-grünen Landesregierung der Polizei einräumen soll: “intelligente” Videoüberwachung, biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung und automatisierte Datenanalyse. Die Echtzeit-Erkennung lehnt seine Behörde ab. Sein zentraler Einwand betrifft die Zweckbindung — jenen Grundsatz, nach dem Daten nur für den Zweck verwendet werden dürfen, zu dem sie erhoben wurden. Dieser Grundsatz wäre nach seiner Darstellung am Ende.

Der Vorgang verschiebt die deutsche KI-Debatte auf die Ebene der Länder. Über Hochrisiko-Anwendungen und biometrische Fernidentifizierung entscheidet nicht allein das EU-KI-Gesetz; wie weit Polizeibehörden solche Systeme tatsächlich einsetzen dürfen, regeln die Polizeigesetze der Länder. Niedersachsen ist damit einer von sechzehn Schauplätzen, an denen sich die praktische Reichweite dieser Technik entscheidet. Bemerkenswert ist außerdem, wer hier widerspricht: eine Aufsichtsbehörde, die dieselbe Landesregierung kontrolliert, deren Gesetzentwurf sie beanstandet.

Der ausführliche Beitrag steht hinter der heise+-Schranke; diese Zusammenfassung stützt sich auf den frei lesbaren Teil.

Quelle heise online

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Deutsche Synchronsprecher sehen KI-Stimmen als Konkurrenz

Der Verband Deutscher Sprecher:innen wendet sich gegen den Einsatz künstlich erzeugter Stimmen in der Synchronbranche. In einem Deep-Dive des heise-Podcasts KI-Update beschreibt Verbandsvorsitzende Anna-Sophia Lumpe das Kernproblem so: Sprecherinnen und Sprecher sollen ihre eigenen Aufnahmen für das Training von KI-Stimmen hergeben, die anschließend mit ihnen in Konkurrenz treten. Entscheidend sei dabei nicht die Stimmfarbe, sondern die Stimmführung — also die schauspielerische Interpretation, die eine Synchronfassung überhaupt erst trägt. Die Haltung des Berufsstands dürfe nicht darauf hinauslaufen, gerade so viel zu tun, wie unbedingt nötig sei.

Als Hintergrund nennt der Beitrag Vertragsklauseln bei Netflix, die eine Nutzung aufgenommener Stimmen für KI-Training erlauben sollen; ein Google-Vertreter habe zudem bestätigt, dass YouTube-Inhalte in das Training einfließen.

Für den Standort Deutschland ist das mehr als eine Branchenfrage. Ob Aufnahmen als Trainingsmaterial verwendet werden dürfen, entscheidet sich nach der Darstellung des Verbands derzeit in Verträgen, nicht in einem Gesetz — die Transparenzpflichten des EU-KI-Gesetzes betreffen die Kennzeichnung von KI-Inhalten, nicht die Vergütung der Stimmen dahinter. Der Verband verschiebt die Debatte damit von der Technik zur Vertragsgestaltung.

Der ausführliche Beitrag steht hinter der heise+-Schranke; diese Zusammenfassung stützt sich auf den frei lesbaren Teil.

Quelle heise online

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Carlsen Verlag verklagt OpenAI wegen NEINhorn-Plagiaten

Der Carlsen Verlag hat vor dem Landgericht München I Klage gegen OpenAI eingereicht. Das berichtet heise online. Gegenstand ist die Kinderbuchreihe “Das NEINhorn” von Autor Marc-Uwe Kling und Illustratorin Astrid Henn, die vor sieben Jahren erschienen ist. Der Verlag verlangt, die unlizenzierte Nutzung zu unterlassen, Auskunft über den Umfang zu erteilen und Schadenersatz zu leisten. Eine Summe nennt der Bericht nicht.

Der Vorwurf geht über einzelne Textpassagen hinaus. Nach den in dem Bericht geschilderten Feststellungen erzeugt ChatGPT vollständige Geschichten im Stil der Vorlagen sowie Illustrationen, die von den Originalen kaum zu unterscheiden sind. Geliefert werde eine komplette Druckvorlage — mit Covergestaltung, Impressum, erfundener ISBN und Verlagslogo. Zusätzlich schlage das System von sich aus weitere rechtsverletzende Texte und Bilder vor.

Zwei Punkte sind für die Einordnung wesentlich. Erstens hat dasselbe Gericht bereits eine Entscheidung gegen OpenAI getroffen, die die Verwertungsgesellschaft GEMA erstritten hat. Zweitens verschiebt sich der Streitgegenstand: Es geht hier nicht um die Frage, womit ein Modell trainiert wurde, sondern um das fertige Ausgabeprodukt. Kling kritisiert laut Bericht, Einzelne würden für den illegalen Download eines einzigen Films oder Buches hart bestraft. Eine Stellungnahme von OpenAI liegt dem Bericht nicht vor. Der ausführliche Artikel steht hinter der heise+ Bezahlschranke.

Quelle heise online

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Magdeburger Be2Byte bekommt 500.000 Euro für KI-Assistenten im Labor

107 Papier-Logbücher, ersetzt in zehn Wochen: Diese Zahl steht am Anfang der Geschichte des Magdeburger Technologie-Startups Be2Byte. Sie stammt vom Zentrallabor Witowski, einem nach ISO 17025 akkreditierten Labor, das die Software des Unternehmens eingeführt hat. Der Dokumentationsaufwand sank dabei nach Angaben von Startbase um mehr als 70 Prozent. Jetzt sammelt Be2Byte 500.000 Euro ein — Geldgeber ist der IBG Fonds, verwaltet von bmp Ventures.

Die Plattform heißt LabThunder und digitalisiert den Laboralltag: digitale Logbücher, zentrale Geräteverwaltung, automatisierte Fehlerbehebung für analytische und klinische Labore. Mittendrin sitzt Thunder AI, ein KI-Assistent, der dem Laborpersonal Informationen heraussucht, Entscheidungen vorbereitet und Geräteprobleme eigenständig lösen hilft.

Bemerkenswert ist, wer da baut. “Wir haben gemeinsam über zwei Jahrzehnte in Laboren gearbeitet und wissen genau, wo es im Alltag klemmt”, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Julian Weber, der rund 16 Jahre Laborerfahrung mitbringt. Mitgründer Manuel Diaz kommt als CRO aus den Biowissenschaften, Technikchef Robert Perez aus der Softwareentwicklung.

Die Runde ist überschaubar, der Plan nicht: Das Geld soll die Expansion im DACH-Raum tragen, weitere Module finanzieren und bis Ende 2027 den Einstieg in die Pharmabranche ermöglichen.

Quelle Startbase

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L-Bank steigt bei Flip ein: 25 Millionen Dollar für KI an der Werkbank

Im Büro ist die KI längst Alltag — am Fließband, im Handel und in der Pflege dagegen kaum. Diesen Befund stellt Benedikt Brand, Mitgründer und Geschäftsführer von Flip, an den Anfang. Sein 2018 gegründetes Unternehmen sammelt nun 25 Millionen Dollar ein, um seine Plattform für genau diese Beschäftigten auszubauen.

Bemerkenswert ist, wer mitgeht: Neben den bestehenden Geldgebern Notion Capital und HV Capital, die ihre Anteile aufstocken, steigt die L-Bank neu ein — die Förderbank des Landes Baden-Württemberg. Öffentliches Landeskapital fließt hier also direkt in eine KI-Anwendung für die Schichtbelegschaft. Beteiligt sind zudem Business Angels und institutionelle Investoren, die nicht namentlich genannt werden.

Was die Plattform kann, klingt unspektakulär und ist im Alltag genau deshalb interessant. Sie bündelt interne Kommunikation, Arbeitsabläufe, digitale Identität und KI-Werkzeuge in einer einzigen Anwendung. Das Modul Fusion erzeugt maßgeschneiderte Apps für einzelne Filialen, Teams oder Arbeitsprozesse. Frontline Identity wiederum lässt Beschäftigte auf Firmensysteme zugreifen, die über gar keine dienstliche E-Mail-Adresse verfügen.

Die Runde trägt keine Stufenbezeichnung, und wie viel die einzelnen Beteiligten beisteuern, teilt das Unternehmen nicht mit. Auch seinen Firmensitz nennt der Bericht von tech.eu nicht.

Quelle tech.eu

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FernUni Hagen entwickelt Filter, der sensible Daten vor ChatGPT abfängt

An der FernUniversität in Hagen ist ein Prototyp entstanden, der vertrauliche Angaben aus Eingaben an KI-Sprachmodelle entfernt, bevor diese an Dienste wie ChatGPT übertragen werden. Das berichtet heise online. Das Team um Pascal Tippe nennt das System Privacy Gateway; beteiligt ist auch der Student Michael Maximilian Grötzner.

Technisch geht der Filter über eine Stichwortsuche hinaus. Er stützt sich auf ein Codebuch, das aus den Definitionen der Datenschutz-Grundverordnung und aus dem deutschen Geschäftsgeheimnisrecht abgeleitet ist. Damit sollen personenbezogene Daten und Betriebsinterna nicht erst beim Anbieter, sondern schon vor dem Versand herausgelöst werden.

Der Ansatz adressiert ein praktisches Problem des Standorts. Nach den in dem Bericht genannten Zahlen nutzt rund ein Drittel der Menschen in Deutschland wöchentlich KI-Anwendungen — häufig über Dienste, deren Verarbeitung außerhalb der eigenen Kontrolle liegt. Für Unternehmen und Behörden ist das der Kernkonflikt zwischen Produktivitätsgewinn und Geheimnisschutz.

Die Tests zeigen zugleich eine Grenze: Werden sensible Angaben entfernt, kann die Qualität der Antworten sinken, besonders bei datenintensiven Fragen etwa aus dem medizinischen Bereich. Es handelt sich um einen Forschungsprototyp; Angaben zu Lizenz, Preis oder Verfügbarkeit liegen nicht vor. Der ausführliche Bericht steht hinter der heise+ Bezahlschranke.

Quelle heise online

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Kölner DeepL wird Übersetzungsmotor für die US-Rechts-KI Harvey

Ein Kölner Übersetzungsdienst wird zum Sprachmotor der amerikanischen Rechtsbranche: DeepL hat eine Partnerschaft mit dem US-Startup Harvey geschlossen, das KI-Werkzeuge für Anwaltskanzleien baut. Künftig wickelt DeepL nach Angaben von tech.eu mehr als ein Drittel des gesamten Dokumentenvolumens ab, das bei Harvey übersetzt wird.

Für die Kölner ist das ein Ritterschlag in einem besonders heiklen Feld. Juristische Texte verzeihen keine ungefähren Formulierungen — eine falsch übertragene Klausel kann einen Vertrag kippen. Genau dort setzt DeepL nun mit Übersetzung, Schreibwerkzeugen und Sprach-zu-Sprach-Übertragung an, damit Kanzleien grenzüberschreitend arbeiten können.

“Die Zusammenarbeit mit Harvey bringt unsere spezialisierten Sprach-KI-Fähigkeiten zu noch mehr Rechtsteams weltweit, die täglich über Grenzen hinweg arbeiten”, sagt Gründer und Geschäftsführer Jarek Kutylowski.

Finanzielle Konditionen nennen beide Seiten nicht; eine Beteiligung ist es ausdrücklich nicht. Die Größenverhältnisse sind trotzdem bemerkenswert: DeepL wurde 2024 mit zwei Milliarden Dollar bewertet, Harvey mit elf Milliarden. Und das Jahr verlief für die Kölner nicht rund — Anfang 2026 strich das Unternehmen 250 Stellen. Umso mehr zeigt dieser Abschluss, dass deutsche Sprachtechnologie international weiter gefragt ist. Zu den Kunden zählen unter anderem die Kanzlei Taylor Wessing, SoftBank und Mazda.

Quelle tech.eu

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Tübinger KI-Startup Computomics sammelt 6,3 Millionen Euro für klimafeste Pflanzen

Klimafeste Sorten erkennen, bevor das Feld sie zeigt: Das Tübinger AgTech-Unternehmen Computomics hat eine Series-B-Runde über 6,3 Millionen Euro eingesammelt. Fünf Millionen davon kommen vom Convent Capital Agri Food Fund, der die Runde anführt. Mit an Bord sind der High-Tech-Gründerfonds, die MBG Baden-Württemberg und Amathaon Capital — dazu Gründer und wissenschaftliche Beiräte des Unternehmens.

Was Computomics baut, klingt nach Science-Fiction und ist doch handfeste Agrarforschung. Die Plattform ×SeedScore kombiniert maschinelles Lernen mit Genomdaten, Umweltdaten und Ergebnissen aus Feldversuchen. Daraus sagt sie vorher, wie sich ein bestimmter Pflanzengenotyp bei welcher Temperatur, welcher Niederschlagsmenge und welchem Boden schlagen wird. Züchter sehen also, welche Sorte der Hitze standhält, bevor überhaupt ein Korn in die Erde kommt.

“Züchtern hat es nie an Ambitionen hinsichtlich der Klimaresilienz gefehlt. Was ihnen fehlte, war eine Möglichkeit, diese zu erkennen, bevor das Feld sie zeigt”, sagt Sebastian J. Schultheiss, CEO und Mitgründer.

Das 2012 gegründete Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben bereits mit kommerziellen Züchtern aus den Bereichen Ackerkulturen, Gemüse, Futter- und Spezialkulturen zusammen. Das frische Kapital soll die Plattform skalieren und sie tiefer in kommerzielle Zuchtprogramme bringen. Deutsche KI landet damit dort, wo sie selten Schlagzeilen macht: auf dem Acker.

Quelle Startbase

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Körber-Stiftung: Mehr als ein Viertel der Eltern fühlt sich im Umgang mit KI unsicher

Die Körber-Stiftung hat eine Forsa-Befragung zur Medienkompetenz von Eltern vorgelegt, über die heise online berichtet. Danach fühlen sich 28 Prozent der Eltern im Umgang mit KI-Anwendungen eher oder sehr unsicher. Sicher fühlen sich 48 Prozent eher und 20 Prozent sehr. Mehr als die Hälfte — 55 Prozent — will die eigene Wissenslücke schließen.

Kritischer fällt der Blick auf die Kinder aus: 49 Prozent halten deren Fähigkeit, Falschinformationen von verlässlichen Informationen zu unterscheiden, für eher oder sehr schlecht. Bei sich selbst räumen 19 Prozent diese Schwierigkeit ein.

Der Bedarf ist konkret benannt: 65 Prozent wünschen sich Material zum Erkennen von Desinformation und KI-generierten Inhalten, 57 Prozent wissen nicht, wo sie es finden. Diese Lücke zwischen Nachfrage und Zugang ist der eigentliche Befund der Studie — nicht die Unsicherheit selbst, sondern das Fehlen einer Anlaufstelle.

Beim Umgang mit Geräten fordern Eltern Regeln: Mehr als die Hälfte befürwortet ein generelles Handyverbot an Schulen, eine Mehrheit Einschränkungen sozialer Medien für unter 16-Jährige, ein Viertel Handyverbote für unter 14-Jährige. Zugleich bekennen 37 Prozent, ihre eigene Handynutzung schlecht im Griff zu haben.

Datenbasis: Forsa befragte im März 1.004 Eltern von 12- bis 18-Jährigen, repräsentativ.

Quelle heise online

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