KI in Deutschland
Magdeburger Be2Byte bekommt 500.000 Euro für KI-Assistenten im Labor
107 Papier-Logbücher, ersetzt in zehn Wochen: Diese Zahl steht am Anfang der Geschichte des Magdeburger Technologie-Startups Be2Byte. Sie stammt vom Zentrallabor Witowski, einem nach ISO 17025 akkreditierten Labor, das die Software des Unternehmens eingeführt hat. Der Dokumentationsaufwand sank dabei nach Angaben von Startbase um mehr als 70 Prozent. Jetzt sammelt Be2Byte 500.000 Euro ein — Geldgeber ist der IBG Fonds, verwaltet von bmp Ventures.
Die Plattform heißt LabThunder und digitalisiert den Laboralltag: digitale Logbücher, zentrale Geräteverwaltung, automatisierte Fehlerbehebung für analytische und klinische Labore. Mittendrin sitzt Thunder AI, ein KI-Assistent, der dem Laborpersonal Informationen heraussucht, Entscheidungen vorbereitet und Geräteprobleme eigenständig lösen hilft.
Bemerkenswert ist, wer da baut. “Wir haben gemeinsam über zwei Jahrzehnte in Laboren gearbeitet und wissen genau, wo es im Alltag klemmt”, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Julian Weber, der rund 16 Jahre Laborerfahrung mitbringt. Mitgründer Manuel Diaz kommt als CRO aus den Biowissenschaften, Technikchef Robert Perez aus der Softwareentwicklung.
Die Runde ist überschaubar, der Plan nicht: Das Geld soll die Expansion im DACH-Raum tragen, weitere Module finanzieren und bis Ende 2027 den Einstieg in die Pharmabranche ermöglichen.
Quelle Startbase
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