KI in Deutschland
Bitkom: Jedes siebte Unternehmen lässt Arbeitszeugnisse von KI schreiben
Der Digitalverband Bitkom hat am 18. August 2026 Zahlen zum KI-Einsatz in der Personalarbeit vorgelegt. Danach lassen 14 Prozent der Unternehmen in Deutschland Arbeitszeugnisse von Künstlicher Intelligenz schreiben — jedes siebte. Weitere 52 Prozent können sich das künftig vorstellen; 2024 waren es 45 Prozent.
Die übrigen Anwendungsfelder liegen dicht beieinander. In der Weiterbildung von Beschäftigten setzen 16 Prozent KI ein, beim Onboarding 14 Prozent, bei der Beantwortung interner Personalfragen und bei der Einschätzung von Arbeitsbelastung jeweils 13 Prozent, bei der Leistungsbewertung 12 Prozent. Das Muster ist bemerkenswert gleichmäßig: Kein Feld sticht heraus, die Werte bewegen sich sämtlich im niedrigen Zehnerbereich.
Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder ordnet das ein: Die Hemmschwelle für den KI-Einsatz sei im Personalbereich höher als in vielen anderen Unternehmensbereichen.
Das ist plausibel, denn beim Arbeitszeugnis geht es um ein rechtlich bindendes Dokument mit einer eigenen Formelsprache — und um eine Bewertung, die berufliche Wege prägt. Zugleich zeigt der Abstand zwischen tatsächlicher Nutzung (14 Prozent) und Vorstellbarkeit (52 Prozent), wie viel Zurückhaltung noch besteht.
Datenbasis: Bitkom Research befragte in den Kalenderwochen 18 bis 25 telefonisch 602 Unternehmen in Deutschland ab drei Beschäftigten, repräsentativ.
Quelle Bitkom
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