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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

EU zwingt Google: Android muss sich für fremde KI-Assistenten öffnen

Die EU-Kommission verpflichtet Google, das Betriebssystem Android für KI-Assistenten anderer Anbieter zu öffnen. Grundlage ist Artikel 6 Absatz 7 des Digital Markets Act (DMA); Android gilt seit 2023 als regulierter “Gatekeeper”. Fremde Assistenten müssen künftig denselben Zugang erhalten wie Googles eigener Dienst Gemini — etwa die Aktivierung per Sprachbefehl, das Bestellen von Essen oder Fahrdiensten, die Analyse von Bildschirminhalten, dauerhaften Hintergrundbetrieb und Zugriff auf Drittanbieter-Apps für mehrstufige, “agentische” Aufgaben.

Der Zeitplan ist gestaffelt: Bis zum 1. Februar 2027 muss Google Entwurfsbedingungen für ein Zertifizierungsprogramm vorlegen, bis 1. Mai 2027 die endgültigen Regeln. Nutzer sollen ab 1. Juli 2027 profitieren, die vollständige Umsetzung ist zum 1. August 2027 mit Android 18 vorgesehen; die gleichzeitige Erkennung mehrerer Aktivierungswörter folgt bis August 2028 mit Android 19. Google darf nur objektive, diskriminierungsfreie Sicherheits- und Datenschutzstandards setzen, überprüft durch unabhängige Dritte; DSGVO und Cyber Resilience Act bleiben maßgeblich.

Für den Standort Deutschland ist die Vorgabe relevant, weil sie den größten europäischen Android-Markt betrifft: Anbieter wie OpenAI oder Perplexity — und perspektivisch auch europäische Wettbewerber — erhalten regulatorisch abgesicherten Zugang zu Millionen Smartphones. Google äußerte sich kritisch zur Brüsseler Entscheidung.

Quelle heise online

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WIPO-Report: Deutschland führt in Europa beim Patentboom für generative KI

Deutschland ist bei Patenten für generative KI der führende Standort in Europa. Das geht aus einem Bericht der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hervor, der einen weltweiten Patentboom dokumentiert: 2024 und 2025 wurden global mehr als 56.000 Patentfamilien zu generativer KI veröffentlicht — mehr als im gesamten Jahrzehnt zuvor. Der Anteil generativer KI an allen KI-Patenten stieg von 4,2 Prozent (2017) auf 8,7 Prozent (2025).

Im Ländervergleich liegt Deutschland auf Rang sechs und hat damit Großbritannien (Rang acht) überholt. Die jährliche Wachstumsrate beträgt 85 Prozent. An der Weltspitze steht allerdings China mit über 43.000 Patentfamilien; die höchsten Wachstumsraten verzeichnen Japan (210 Prozent), die Schweiz (124 Prozent) und die USA (92 Prozent).

Bei den Unternehmen führt der japanische Konzern SoftBank mit rund 3.000 Patentfamilien, gefolgt von Anbietern wie Tencent, Baidu, Alphabet und Microsoft. Für den Standort Deutschland bemerkenswert: Bosch zählt mit 368 Patentfamilien erstmals zu den 25 größten Anmeldern. OpenAI kommt dagegen auf lediglich 35 Anmeldungen.

Die Zahlen zeichnen ein zwiespältiges Bild: Deutschland behauptet sich in Europa, bleibt im globalen Rennen — vor allem gegenüber China — aber deutlich zurück. Größte Technologiekategorie sind mit Abstand große Sprachmodelle (LLMs).

Quelle heise online

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Medienwächter erlassen Bescheide gegen Google und Perplexity zu KI-Übersichten

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten hat Bescheide gegen Google und Perplexity erlassen. Nach der Entscheidung sind KI-Suchmaschinen und Chatbots rechtlich keine neutralen Vermittler, sondern Anbieter eigener Inhalte. Damit greift nach Auffassung der Aufseher das Haftungsprivileg des Digital Services Act (DSA) für diese Dienste nicht.

Bei Google zielt der Bescheid auf die “AI Overviews”: Die prominente Platzierung der KI-Zusammenfassungen dränge die klassische Linkliste in den Hintergrund — eine unzulässige Diskriminierung journalistischer Angebote. Perplexity wiederum bestimme über Quellenangaben und Linklisten die Sichtbarkeit fremder Inhalte und erfülle damit die Kriterien eines Medienintermediärs, der den entsprechenden Pflichten unterliegt.

Grundlage ist ein Rechtsgutachten der Professoren Jan Oster und Christoph Busch. Es kommt zu dem Schluss, dass KI-generierte Texte — einschließlich fehlerhafter oder “halluzinierter” Passagen und aus fremden Quellen zusammengesetzter Inhalte — als eigene Inhalte des Anbieters gelten. Damit findet das nationale Medienrecht Anwendung. Beteiligt sind unter anderem die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

Für den Standort Deutschland ist die Einordnung folgenreich: Unterliegen KI-Übersichten dem Medienrecht, entstehen Transparenzpflichten und Vorgaben zur Auffindbarkeit journalistischer Angebote — mit möglichen Konsequenzen für die Gestaltung von Google-Suche und Perplexity hierzulande. Wie die Unternehmen reagieren, ist offen.

Quelle heise online

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Bitkom-Umfrage: Jeder Fünfte will KI-Beratung für den Bundestrainer

Rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland hält es für sinnvoll, dass der Bundestrainer bei seinen Entscheidungen künstliche Intelligenz zurate zieht. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Befragt wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren in den Kalenderwochen 17 bis 21. 21 Prozent sprachen sich für eine KI-Beratung des Trainers aus – ein Ergebnis, das der Verband vor dem Hintergrund der 3:4-Niederlage der Nationalmannschaft gegen Paraguay einordnet.

Auch bei der Übertragung zeigt sich Offenheit: 18 Prozent würden bei WM-Spielen eine KI-Kommentierung dem menschlichen Kommentator vorziehen. Der Wert steigt deutlich mit sinkendem Alter – von 13 Prozent bei den über 65-Jährigen auf 26 Prozent bei den 16- bis 29-Jährigen. Gefragt sind zudem interaktive Formate: 38 Prozent möchten Wiederholungen und Kameraperspektiven selbst wählen, 25 Prozent wünschen sich ein VR- oder 360-Grad-Erlebnis.

Für den Standort Deutschland ist weniger die Fußballfrage relevant als das Muster dahinter: Die Bereitschaft, KI als Entscheidungshilfe zu akzeptieren, wächst – besonders in jüngeren Jahrgängen. Bitkom-Expertin Lucy Czachowski betont die Grenze: „KI kann einem Trainer die Entscheidung nicht abnehmen, aber sie kann die Entscheidungsgrundlagen deutlich verbessern.” Die Umfrage misst damit weniger den Fußball als die Akzeptanz von KI als Assistenzsystem.

Quelle Bitkom

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KI-Kennzeichnungspflicht ab August 2026: Was Marketer in Deutschland umsetzen müssen

Zum August 2026 greifen zentrale Transparenzpflichten des EU-KI-Gesetzes (AI Act) — und sie betreffen unmittelbar das Marketing in Deutschland. Wie t3n berichtet, gelten Unternehmen, die KI-Werkzeuge zur Erstellung von Werbung, Social-Media-Inhalten oder Website-Texten einsetzen, rechtlich als “Betreiber” von KI-Systemen. Damit tragen sie die Verantwortung, KI-generierte Inhalte korrekt als solche zu kennzeichnen.

Grundlage ist Artikel 50 des AI Act, der Transparenzpflichten für den Einsatz generativer KI festschreibt. Ziel der Regelung ist laut Bericht der Schutz von Verbrauchern vor Täuschung und Desinformation durch nicht ausgewiesene KI-Inhalte.

Für den Standort Deutschland bedeutet das einen konkreten Compliance-Termin: Wer Kampagnen, Posts oder Produktbeschreibungen ganz oder teilweise von KI erzeugen lässt, muss dies künftig offenlegen. Die Pflicht reiht sich ein in eine Serie von Kennzeichnungs-Initiativen — von den jüngst beschlossenen Standards der Musikindustrie bis zu den Leitlinien der EU-Datenschützer zum KI-Training. Gemeinsam ist ihnen die Stoßrichtung: Transparenz darüber, wann Inhalte maschinell entstehen. Offene Detailfragen — etwa zu Ausnahmen oder Sanktionen — dürften die Unternehmen bis zum Stichtag noch beschäftigen.

Quelle t3n

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Musikbranche führt zweistufige KI-Kennzeichnung ein — mit deutschem BVMI an Bord

Die Musikbranche hat sich auf eine abgestufte Kennzeichnung von KI-Inhalten verständigt — mit dabei ist der deutsche Bundesverband Musikindustrie (BVMI) neben internationalen Verbänden wie IFPI, RIAA und dem europäischen Independent-Netzwerk IMPALA. Wie heise online berichtet, sieht das Schema zwei Stufen vor: Als “KI-generiert” gilt ein Titel, wenn Leadgesang oder zentrale Instrumentalspuren per KI-Prompt entstanden sind. Das Label “KI-unterstützt” greift, wenn die Aufnahme im Kern von Menschen stammt — mit menschlichem Gesang und echten Hauptinstrumenten.

Die Kennzeichnung soll ähnlich wie der “Explicit Lyrics”-Hinweis eingebunden werden. Ihre Grenzen sind allerdings deutlich: Songtexte, Cover und Musikvideos bleiben außen vor, ebenso rein KI-komponierte, aber menschlich eingespielte Stücke.

Der Vorstoß trifft einen wunden Punkt. Der Streamingdienst Deezer meldete, dass im April 2026 bereits 44 Prozent aller Uploads KI-generiert waren; bei 43 Prozent der von anderen Diensten abgewanderten Nutzer fanden sich KI-Songs in den Playlists. Für den Standort Deutschland ist die BVMI-Beteiligung relevant, weil die Branche damit Transparenzregeln setzt, bevor der Gesetzgeber es tut. Offen bleibt jedoch die Durchschlagskraft: Große Plattformen wie Spotify, Apple Music, YouTube und Amazon zählen dem Bericht zufolge bislang nicht zu den Unterzeichnern.

Quelle heise online

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reverse.fashion: Berliner KI sortiert Altkleider für den Kreislauf

Alte Kleidung sortieren — und zwar so schnell und präzise, dass daraus ein Geschäft wird: Das Berliner Start-up reverse.fashion bringt Künstliche Intelligenz in die Altkleider-Halle. Für den Ausbau hat das 2024 gegründete Spin-off der Technischen Universität Berlin nun eine siebenstellige Erweiterung seiner Pre-Seed-Runde eingesammelt, angeführt vom High-Tech Gründerfonds.

Das Herzstück ist ein KI-gestütztes Sortiersystem aus Computer Vision und maschinellem Lernen. Es erkennt Kleidungsstücke nach Zustand, Marke, Stil, Größe und Materialzusammensetzung und lenkt sie in den passenden Weg: Wiederverwendung, Reparatur, Wiederverkauf, Upcycling oder Recycling. Zwei Produkte stehen dahinter — die Software co.sort und die automatisierte Anlage line.sort. Ein digitaler Produktpass verknüpft das Ganze mit den Kreislaufwirtschafts-Vorgaben der EU.

Der Effekt kann sich sehen lassen: Laut Unternehmen steigern Kunden ihre Produktivität um rund 40 Prozent und den Umsatz um etwa 20 Prozent. Für Deutschland ist das gleich doppelt spannend — hier trifft KI-Forschung aus einer TU-Ausgründung auf eine Branche, die unter wachsendem Regulierungsdruck nach effizienten Recyclinglösungen sucht. Textilmüll wird so vom Kostenfaktor zum Rohstoff — und ein Berliner Algorithmus sortiert mit.

Quelle tech.eu

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KI im Handwerk: Warum die Organisation über den Erfolg entscheidet

Der Erfolg von KI im Handwerk entscheidet sich nicht an der Technik, sondern an der Organisation. Diese These vertritt Unternehmensberater Dominik Heckner (Heckner Coaching GmbH) in einer aktuellen Folge des heise-Podcasts “KI-Update Deep-Dive” zum Einsatz von KI in Handwerksbetrieben. Seine Kernaussage: “Die richtige Reihenfolge ist Mensch, Prozess, Technologie” — nicht umgekehrt.

Häufig, so Heckner, lege KI bestehende organisatorische Schwächen eines Betriebs offen, statt sie zu beheben. Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz seien daher klare Organigramme und definierte Stellenbeschreibungen. Praktische Anwendungsfälle sieht er in der Lager- und Materialverwaltung, der Baustellenplanung, der Kundenkommunikation, der automatisierten Angebotserstellung sowie in digitalen Betriebshandbüchern, die Mitarbeitende per Chatbot zu Arbeitszeiten, Material oder Abläufen befragen können.

Als Risiken benennt Heckner den Datenschutz bei Kundendaten und die begrenzte Zuverlässigkeit: KI-Ergebnisse seien zu etwa 80 bis 90 Prozent brauchbar, der Rest bleibe fehleranfällig. Zudem warnt er vor einem Rollout von oben ohne Einbindung der Beschäftigten.

Für den Standort ist der Befund relevant, denn gerade das Handwerk gilt als Branche, in der KI-Adoption oft zögerlich verläuft. Heckners Einschätzung verschiebt den Engpass von der Technologie zur Organisationsreife — ein Muster, das sich auch in anderen Mittelstandsbranchen zeigt.

Quelle heise online

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Bitkom-Umfrage: Deutsche öffnen sich für KI in Versicherungsfragen

Die Offenheit deutscher Verbraucher für Künstliche Intelligenz in Versicherungsfragen wächst. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research unter 1.004 Personen ab 16 Jahren, die der Digitalverband Bitkom veröffentlicht hat. Demnach würden 52 Prozent KI-Unterstützung beim Ausfüllen von Versicherungsanträgen begrüßen — nach 47 Prozent im Vorjahr. 44 Prozent sind daran interessiert, dass eine KI bestehende Policen analysiert und Alternativen vorschlägt (2025: 39 Prozent), 43 Prozent würden Deckungsfragen von einer KI beantworten lassen.

Den größten Sprung gab es bei der Schadensbewertung per Foto: Hier stieg die Bereitschaft von 24 auf 38 Prozent. Bereits 9 Prozent haben nach eigenen Angaben vor einem Versicherungsabschluss eine KI zurate gezogen; 15 Prozent vertrauen KI-Empfehlungen sogar mehr als dem Rat eines Menschen.

Für den Standort ist das ein zwiespältiges Signal. Einerseits wächst die Akzeptanz von KI in einem beratungsintensiven, stark regulierten Massenmarkt spürbar — ein potenzieller Effizienzhebel für deutsche Versicherer. Andererseits bleibt die Mehrheit skeptisch, ob KI menschliche Beratung tatsächlich übertrifft. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder verweist darauf, dass die Menschen zunehmend Erfahrung mit KI sammeln. Der Ausbau dürfte damit weniger an der Technik als am Vertrauen hängen.

Quelle Bitkom

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