KI in Deutschland
KI-Kennzeichnungspflicht ab August 2026: Was Marketer in Deutschland umsetzen müssen
Zum August 2026 greifen zentrale Transparenzpflichten des EU-KI-Gesetzes (AI Act) — und sie betreffen unmittelbar das Marketing in Deutschland. Wie t3n berichtet, gelten Unternehmen, die KI-Werkzeuge zur Erstellung von Werbung, Social-Media-Inhalten oder Website-Texten einsetzen, rechtlich als “Betreiber” von KI-Systemen. Damit tragen sie die Verantwortung, KI-generierte Inhalte korrekt als solche zu kennzeichnen.
Grundlage ist Artikel 50 des AI Act, der Transparenzpflichten für den Einsatz generativer KI festschreibt. Ziel der Regelung ist laut Bericht der Schutz von Verbrauchern vor Täuschung und Desinformation durch nicht ausgewiesene KI-Inhalte.
Für den Standort Deutschland bedeutet das einen konkreten Compliance-Termin: Wer Kampagnen, Posts oder Produktbeschreibungen ganz oder teilweise von KI erzeugen lässt, muss dies künftig offenlegen. Die Pflicht reiht sich ein in eine Serie von Kennzeichnungs-Initiativen — von den jüngst beschlossenen Standards der Musikindustrie bis zu den Leitlinien der EU-Datenschützer zum KI-Training. Gemeinsam ist ihnen die Stoßrichtung: Transparenz darüber, wann Inhalte maschinell entstehen. Offene Detailfragen — etwa zu Ausnahmen oder Sanktionen — dürften die Unternehmen bis zum Stichtag noch beschäftigen.
Quelle t3n
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