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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

reverse.fashion: Berliner KI sortiert Altkleider für den Kreislauf

Alte Kleidung sortieren — und zwar so schnell und präzise, dass daraus ein Geschäft wird: Das Berliner Start-up reverse.fashion bringt Künstliche Intelligenz in die Altkleider-Halle. Für den Ausbau hat das 2024 gegründete Spin-off der Technischen Universität Berlin nun eine siebenstellige Erweiterung seiner Pre-Seed-Runde eingesammelt, angeführt vom High-Tech Gründerfonds.

Das Herzstück ist ein KI-gestütztes Sortiersystem aus Computer Vision und maschinellem Lernen. Es erkennt Kleidungsstücke nach Zustand, Marke, Stil, Größe und Materialzusammensetzung und lenkt sie in den passenden Weg: Wiederverwendung, Reparatur, Wiederverkauf, Upcycling oder Recycling. Zwei Produkte stehen dahinter — die Software co.sort und die automatisierte Anlage line.sort. Ein digitaler Produktpass verknüpft das Ganze mit den Kreislaufwirtschafts-Vorgaben der EU.

Der Effekt kann sich sehen lassen: Laut Unternehmen steigern Kunden ihre Produktivität um rund 40 Prozent und den Umsatz um etwa 20 Prozent. Für Deutschland ist das gleich doppelt spannend — hier trifft KI-Forschung aus einer TU-Ausgründung auf eine Branche, die unter wachsendem Regulierungsdruck nach effizienten Recyclinglösungen sucht. Textilmüll wird so vom Kostenfaktor zum Rohstoff — und ein Berliner Algorithmus sortiert mit.

Quelle tech.eu

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KI im Handwerk: Warum die Organisation über den Erfolg entscheidet

Der Erfolg von KI im Handwerk entscheidet sich nicht an der Technik, sondern an der Organisation. Diese These vertritt Unternehmensberater Dominik Heckner (Heckner Coaching GmbH) in einer aktuellen Folge des heise-Podcasts “KI-Update Deep-Dive” zum Einsatz von KI in Handwerksbetrieben. Seine Kernaussage: “Die richtige Reihenfolge ist Mensch, Prozess, Technologie” — nicht umgekehrt.

Häufig, so Heckner, lege KI bestehende organisatorische Schwächen eines Betriebs offen, statt sie zu beheben. Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz seien daher klare Organigramme und definierte Stellenbeschreibungen. Praktische Anwendungsfälle sieht er in der Lager- und Materialverwaltung, der Baustellenplanung, der Kundenkommunikation, der automatisierten Angebotserstellung sowie in digitalen Betriebshandbüchern, die Mitarbeitende per Chatbot zu Arbeitszeiten, Material oder Abläufen befragen können.

Als Risiken benennt Heckner den Datenschutz bei Kundendaten und die begrenzte Zuverlässigkeit: KI-Ergebnisse seien zu etwa 80 bis 90 Prozent brauchbar, der Rest bleibe fehleranfällig. Zudem warnt er vor einem Rollout von oben ohne Einbindung der Beschäftigten.

Für den Standort ist der Befund relevant, denn gerade das Handwerk gilt als Branche, in der KI-Adoption oft zögerlich verläuft. Heckners Einschätzung verschiebt den Engpass von der Technologie zur Organisationsreife — ein Muster, das sich auch in anderen Mittelstandsbranchen zeigt.

Quelle heise online

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Bitkom-Umfrage: Deutsche öffnen sich für KI in Versicherungsfragen

Die Offenheit deutscher Verbraucher für Künstliche Intelligenz in Versicherungsfragen wächst. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research unter 1.004 Personen ab 16 Jahren, die der Digitalverband Bitkom veröffentlicht hat. Demnach würden 52 Prozent KI-Unterstützung beim Ausfüllen von Versicherungsanträgen begrüßen — nach 47 Prozent im Vorjahr. 44 Prozent sind daran interessiert, dass eine KI bestehende Policen analysiert und Alternativen vorschlägt (2025: 39 Prozent), 43 Prozent würden Deckungsfragen von einer KI beantworten lassen.

Den größten Sprung gab es bei der Schadensbewertung per Foto: Hier stieg die Bereitschaft von 24 auf 38 Prozent. Bereits 9 Prozent haben nach eigenen Angaben vor einem Versicherungsabschluss eine KI zurate gezogen; 15 Prozent vertrauen KI-Empfehlungen sogar mehr als dem Rat eines Menschen.

Für den Standort ist das ein zwiespältiges Signal. Einerseits wächst die Akzeptanz von KI in einem beratungsintensiven, stark regulierten Massenmarkt spürbar — ein potenzieller Effizienzhebel für deutsche Versicherer. Andererseits bleibt die Mehrheit skeptisch, ob KI menschliche Beratung tatsächlich übertrifft. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder verweist darauf, dass die Menschen zunehmend Erfahrung mit KI sammeln. Der Ausbau dürfte damit weniger an der Technik als am Vertrauen hängen.

Quelle Bitkom

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Deutsches KI-Startup Sherpa: 2,2 Millionen für die Steuerung von Mensch und KI-Agent

Menschen und KI-Agenten in einem einzigen System steuern — als wären sie Kollegen im selben Team: Genau darauf setzt das deutsche Startup Sherpa. Für seine Vision hat das Unternehmen jetzt eine Pre-Seed-Runde über 2,2 Millionen US-Dollar eingesammelt, angeführt von Investoren wie Seedcamp, DN Capital, Activant Capital und Brighteye.

Was Sherpa baut, klingt nach dem Betriebssystem für die Arbeit von morgen: eine Plattform, die den gesamten Lebenszyklus externer Arbeit abbildet — von der Anfrage bis zur Bezahlung. Freelancer, Berater, Dienstleister und eben auch KI-Agenten laufen dort zusammen, inklusive Governance, Compliance und Leistungsmessung. Zielgruppe sind Konzerne und Managed-Service-Provider.

Gründer Tristan Deschler bringt den Gedanken auf den Punkt: Es gebe eine riesige Nachfrage nach einer einzigen Plattform, auf der sich jede Arbeit anfordern, steuern, liefern und messen lasse — ganz gleich, ob ein Mensch sie erledigt oder ein KI-Agent.

Für Deutschland ist das mehr als eine weitere Finanzierungsrunde: Es zeigt, dass hiesige Gründer die Zukunft der Arbeit nicht nur kommentieren, sondern die Werkzeuge dafür bauen — dort, wo KI-Agenten vom Experiment zum eingeplanten Teammitglied werden. Das frische Kapital soll nun in Enterprise-Projekte, Integrationen und Compliance fließen.

Quelle tech.eu

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Münchner KI-Startup Finto sammelt 3,4 Millionen ein — und wählt München statt Valley

Das Münchner KI-Startup Finto hat eine Seed-Finanzierung über 3,4 Millionen US-Dollar eingesammelt. Wie das Branchenportal tech.eu berichtet, beteiligten sich unter anderem der Accelerator Y Combinator sowie die Investoren Gradient — eine Ausgründung aus Alphabet — und Lightspeed. Das 2025 gegründete Unternehmen entwickelt KI-Agenten, die Buchhaltungsaufgaben automatisieren: Rechnungsprüfung, Kontierung und den Abgleich von Bestellungen. Die Software dockt an SAP, Microsoft Dynamics und DATEV an; zu den Kunden zählen laut Bericht Arminia Bielefeld und die Kölner Eat Happy Group.

Bemerkenswert ist weniger die Summe als die Standortwahl. Das Gründungstrio um CEO Jonas Morgner — zuvor in Führungsrollen bei Tacto und TradeLink — entschied sich bewusst für München statt für das Silicon Valley. Als Gründe nennt Morgner die Nähe zu Talenten der TU München, zu den industriellen Mittelstands- und Enterprise-Kunden sowie zum Software-Kern SAP.

Für den Standort ist das ein Signal. Während deutsche KI-Firmen im globalen Vergleich häufig als abgehängt gelten, argumentiert Finto mit einem europäischen Vorteil: Wer Finanzsoftware für den hiesigen Markt baue, brauche Nähe zu dessen Regulierung und ERP-Landschaft. tech.eu zufolge haben inzwischen 49 deutsche Startups das Y-Combinator-Programm durchlaufen.

Quelle tech.eu

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KI-Reden in der Politik: Wo Deutschland die rote Linie zieht

Eine Gedenkrede zur Befreiung des KZ Buchenwald — geschrieben von einer KI? Genau das steht plötzlich im Raum. Die Rechercheplattform FragDenStaat ließ elf Reden und vier Gastbeiträge des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) untersuchen. Das KI-Erkennungstool Pangram schlug bei neun der elf Reden an: über 50 Prozent KI-Anteil. Drei Reden und drei der vier Gastbeiträge sollen sogar komplett aus der Maschine stammen — darunter die Buchenwald-Rede.

Voigt ist nicht allein: Auch bei Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) fand Pangram in einem Handelsblatt-Gastbeitrag nahezu vollständig KI-generierten Text. Das Handelsblatt nahm den Artikel zunächst offline und stellte ihn dann mit einem KI-Hinweis wieder online. Die FAZ wiederum entfernte einen Voigt-Beitrag, der drei nicht belegbare Experten-Zitate enthielt.

Und jetzt wird es spannend, denn hier zieht Deutschland gerade seine rote Linie: Voigt argumentiert, KI sei längst Teil moderner Kommunikation. Wildberger sieht in ihr ein Werkzeug wie Textverarbeitung oder Recherchehilfen — nicht stärker rechenschaftspflichtig als diese. Dagegen steht der Einwand, dass ein Amtsträger, der Reden und Gastbeiträge ungekennzeichnet von der KI schreiben lässt, Vertrauen riskiert. Die Debatte, wie viel Maschine in politischer Sprache stecken darf, hat gerade erst begonnen — und Deutschland ringt mittendrin um die Antwort.

Quelle heise online

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EU-Aktionsplan gegen KI-Abhängigkeit nach US-Sperre bei Anthropic-Modellen

Die Europäische Kommission hat einen “Cybersecurity and AI Action Plan” vorgelegt, mit dem die EU ihre Abhängigkeit von nicht-europäischen KI-Lösungen verringern will. Auslöser war ein konkreter Vorfall: Laut heise online hatte die US-Regierung Mitte Juni den Anbieter Anthropic angewiesen, den Zugriff von außerhalb der USA auf zwei seiner leistungsstärksten KI-Modelle zu sperren — begründet mit nationaler Sicherheit. Erst nach gut zwei Wochen, Anfang Juli, wurde die Beschränkung wieder aufgehoben.

Der Plan sieht mehrere Maßnahmen vor: Gemeinsam mit der EU-Agentur Enisa sollen Leitlinien entstehen, die Behörden und Unternehmen den Zugang zu fortgeschrittenen KI-Modellen sichern. Bis 2027 will die EU eigene Kapazitäten zur Cybersicherheitsbewertung aufbauen und sichere Testumgebungen für Betreiber kritischer Infrastruktur in Finanzwesen, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung schaffen. Die Kommission verweist zudem auf ihr Souveränitätspaket vom Juni und das Programm der KI-Gigafactories mit einem Volumen von über 200 Milliarden Euro.

Für den Standort Deutschland ist der Vorfall ein Warnsignal: Er zeigt, wie schnell der Zugang zu US-Spitzenmodellen politisch versiegen kann — ausgerechnet in einem Bereich, in dem europäische Anbieter noch hinterherhängen. Digitalkommissarin Henna Virkkunen betonte, bei sicherheitskritischen Fähigkeiten könne man sich nicht allein auf außereuropäische Lösungen verlassen.

Quelle heise online

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Indeed-Analyse: Deutschland führt in Europa bei KI-geprägten Berufsbildern

Künstliche Intelligenz schafft in Deutschland neue Berufsbilder — und das zunehmend außerhalb der IT. Das geht aus einer Analyse des Jobportals Indeed hervor, über die heise online berichtet. Demnach zählte Indeed hierzulande 288 neue, KI-geprägte Jobtitel; 59 Prozent davon entfallen auf Rollen außerhalb der Techbranche. Insgesamt machen KI-bezogene Stellen 4,2 Prozent aller von Indeed erfassten Jobtitel in Deutschland aus.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit vorn: Großbritannien kommt auf 160 solcher Titel (2,7 Prozent), Frankreich auf 138 (3,3 Prozent), die Niederlande auf 84 und Spanien auf 81. Nur die USA verzeichnen mit 822 absolut mehr. Zu den neuen Profilen zählen etwa der “HR AI & Automation Manager”, der “Sachbearbeiter für Digitalisierung mit Schwerpunkt KI” oder der “Rechtsanwalt für KI-Regulatorik”.

Für den Standort ist die Entwicklung aufschlussreich: Sie deutet darauf hin, dass KI-Kompetenz von einer Spezialisten- zur Querschnittsanforderung wird. Ein grundlegendes Verständnis für KI-Anwendungen werde zunehmend zur Standardanforderung, zitiert der Bericht die Indeed-Arbeitsmarktökonomin Virginia Sondergeld. Die Zahlen relativieren zugleich das verbreitete Bild von der KI als reinem Jobvernichter — zumindest auf der Ebene der Stellenprofile entstehen neue Tätigkeiten, quer durch Vertrieb, Recht, Personal und Bildung.

Quelle heise online

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Neue EU-Leitlinien zum KI-Datensammeln: Was für deutsche Entwickler jetzt gilt

Für jedes deutsche KI-Team, das seine Modelle mit Daten aus dem Netz füttert, zeichnen sich neue Spielregeln ab: Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat zwei neue Leitlinien vorgelegt — eine zum Web-Scraping fürs Training generativer KI, eine zur Anonymisierung.

Die Kernaussage sitzt: Sobald beim Scrapen personenbezogene Daten verarbeitet werden, greift die DSGVO — auch für private KI-Entwickler, die sich bislang gern auf ihr “berechtigtes Interesse” berufen. Das trägt künftig nur nach Notwendigkeitsprüfung und Interessenabwägung. Wo sich Betroffene nicht informieren lassen, empfiehlt der EDSA konkrete Hausaufgaben: verlässliche Datenquellen wählen, die Daten vor dem Training validieren, Zeitstempel dokumentieren und eng gefasste Filter setzen, um möglichst wenig zu sammeln. Sensible Daten wie Gesundheitsinformationen sind grundsätzlich tabu; landen sie doch im Datensatz, müssen technische Maßnahmen ihre Weiterverwendung verhindern — mit Verweis auf ein EuGH-Urteil.

Auch die Anonymisierung bekommt schärfere Konturen: Ob Daten wirklich anonym sind, ist aus Sicht des Empfängers zu beurteilen, und gleich drei Kriterien müssen zusammen erfüllt sein.

Noch ist nichts in Stein gemeißelt: Bis zum 30. Oktober 2026 läuft die Konsultation. Deutsche KI-Entwickler sollten die Frist nutzen — hier werden die Leitplanken fürs Datensammeln gezogen.

Quelle heise online

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