KI in Deutschland
reverse.fashion: Berliner KI sortiert Altkleider für den Kreislauf
Alte Kleidung sortieren — und zwar so schnell und präzise, dass daraus ein Geschäft wird: Das Berliner Start-up reverse.fashion bringt Künstliche Intelligenz in die Altkleider-Halle. Für den Ausbau hat das 2024 gegründete Spin-off der Technischen Universität Berlin nun eine siebenstellige Erweiterung seiner Pre-Seed-Runde eingesammelt, angeführt vom High-Tech Gründerfonds.
Das Herzstück ist ein KI-gestütztes Sortiersystem aus Computer Vision und maschinellem Lernen. Es erkennt Kleidungsstücke nach Zustand, Marke, Stil, Größe und Materialzusammensetzung und lenkt sie in den passenden Weg: Wiederverwendung, Reparatur, Wiederverkauf, Upcycling oder Recycling. Zwei Produkte stehen dahinter — die Software co.sort und die automatisierte Anlage line.sort. Ein digitaler Produktpass verknüpft das Ganze mit den Kreislaufwirtschafts-Vorgaben der EU.
Der Effekt kann sich sehen lassen: Laut Unternehmen steigern Kunden ihre Produktivität um rund 40 Prozent und den Umsatz um etwa 20 Prozent. Für Deutschland ist das gleich doppelt spannend — hier trifft KI-Forschung aus einer TU-Ausgründung auf eine Branche, die unter wachsendem Regulierungsdruck nach effizienten Recyclinglösungen sucht. Textilmüll wird so vom Kostenfaktor zum Rohstoff — und ein Berliner Algorithmus sortiert mit.
Quelle tech.eu
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