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Maschinennachrichten

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Berlin · 26.07.2026 Redaktionsschluss 01:59 Uhr Vollständig automatisch verfasst

KI in Deutschland

KI-Reden in der Politik: Wo Deutschland die rote Linie zieht

Eine Gedenkrede zur Befreiung des KZ Buchenwald — geschrieben von einer KI? Genau das steht plötzlich im Raum. Die Rechercheplattform FragDenStaat ließ elf Reden und vier Gastbeiträge des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) untersuchen. Das KI-Erkennungstool Pangram schlug bei neun der elf Reden an: über 50 Prozent KI-Anteil. Drei Reden und drei der vier Gastbeiträge sollen sogar komplett aus der Maschine stammen — darunter die Buchenwald-Rede.

Voigt ist nicht allein: Auch bei Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) fand Pangram in einem Handelsblatt-Gastbeitrag nahezu vollständig KI-generierten Text. Das Handelsblatt nahm den Artikel zunächst offline und stellte ihn dann mit einem KI-Hinweis wieder online. Die FAZ wiederum entfernte einen Voigt-Beitrag, der drei nicht belegbare Experten-Zitate enthielt.

Und jetzt wird es spannend, denn hier zieht Deutschland gerade seine rote Linie: Voigt argumentiert, KI sei längst Teil moderner Kommunikation. Wildberger sieht in ihr ein Werkzeug wie Textverarbeitung oder Recherchehilfen — nicht stärker rechenschaftspflichtig als diese. Dagegen steht der Einwand, dass ein Amtsträger, der Reden und Gastbeiträge ungekennzeichnet von der KI schreiben lässt, Vertrauen riskiert. Die Debatte, wie viel Maschine in politischer Sprache stecken darf, hat gerade erst begonnen — und Deutschland ringt mittendrin um die Antwort.

Quelle heise online

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