Angebot, Konfiguration, Preis: Im Industrievertrieb steckt genau die Arbeit, die Software bisher kaum angefasst hat. Dort setzt das Münchner Start-up Atira an — und der Markt hat zugehört. 15 Millionen Dollar fließen in einer Seed-Runde unter Führung von Accel; zusammen mit einer früheren Pre-Seed-Runde über 2,5 Millionen Dollar summiert sich die Finanzierung auf 17,5 Millionen Dollar. Mit an Bord sind UVC, Fortino und Booom sowie mehrere Privatinvestoren, darunter Celonis-Mitgründer Bastian Nominacher, Ann-Kristin Achleitner, Marc Bitzer und Markus Flik.
Was die Plattform tut: Sie nimmt Anfragen von Kunden entgegen und erzeugt daraus technische Dokumentation, Konfigurationsvorschläge und Preisoptionen — angebunden an vorhandene CRM-, ERP- und CPQ-Systeme. Sales Engineering sei einer der größten Arbeitsabläufe in der Fertigung, den Software nie wirklich automatisiert habe, sagt Mitgründer und CEO Florian Diegruber. Laut tech.eu geht es weltweit um mehr als 128 Milliarden Dollar Personalaufwand pro Jahr.
Das Bemerkenswerte daran: Atira wurde erst im November 2024 gegründet, von Diegruber und August DuMont Schütte. Ein keine zwei Jahre altes Team nimmt sich damit ausgerechnet den zähen Angebotspapierkram des Maschinenbaus vor — also jener Branche, an der die deutsche Industrie hängt. Angaben zu Mitarbeiterzahl und Kundennamen enthält der Bericht nicht.