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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

Digitalminister Wildberger auf der IFA: "Diese Fenster bleiben nicht lange offen"

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat auf der IFA in Berlin für mehr Tempo bei der Anwendung Künstlicher Intelligenz geworben. Bei seinem Rundgang über die Messe, unter anderem zu den Ständen von AMD, Bosch und Miele, sagte er laut heise online: “KI ist riskant, aber es ist viel riskanter, diese Technologien nicht selber zu beherrschen.” Sein erklärtes Ziel formulierte er knapp: “Dieses Land ein bisschen aufwecken.” Eine besondere Chance für Deutschland und Europa sieht Wildberger in der Robotik, verbunden mit einer Mahnung: “Diese Fenster bleiben nicht lange offen.” Aufgabe des Staates sei es, Freiraum, Geschwindigkeit und die nötige Infrastruktur bereitzustellen.

Bemerkenswert ist die Schwerpunktsetzung. Wildberger argumentiert nicht über eigene Basismodelle, sondern über Beherrschung und Anwendung — und mit der Robotik über ein Feld, das an die vorhandenen Stärken des Industriestandorts anschließt: Maschinenbau, Automatisierung, Hausgerätetechnik. Als Beispiel für europäische Modellentwicklung nennt der Bericht das multimodale Modell Flux von Black Forest Labs, das dem Vernehmen nach auch von Google eingesetzt wird.

Konkrete Förderzusagen oder Haushaltszahlen nannte der Minister bei dem Messebesuch nicht. Die nächste greifbare Vorgabe für die Branche kommt ohnehin aus Brüssel: Der Digitale Produktpass, ein maschinenlesbarer Datensatz nach der EU-Ökodesign-Verordnung, tritt ab 2027 in die Umsetzung.

Quelle heise online

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Bundesregierung sieht bislang keinen systematischen Stellenabbau durch KI

Die Bundesregierung sieht durch den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz bislang keinen systematischen Stellenabbau in Deutschland. Das geht aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, über die heise online berichtet. KI ersetze demnach selten ganze Berufe, sondern verändere einzelne Tätigkeiten innerhalb bestehender Jobs. Routineaufgaben gingen zurück, während das Prüfen und Kontrollieren KI-erzeugter Ergebnisse an Bedeutung gewinne. Als entscheidend bezeichnet die Regierung gezielte Weiterbildung. Schweizer Marktstudien, die einen Rückgang von Einstiegspositionen nahelegen, hält sie für methodisch nicht belastbar. Verwiesen wird auf das KI-Observatorium, das Forschungsprojekt ai:conomics und eine nationale Weiterbildungsstrategie.

Bemerkenswert ist die Beweislage, nicht die Botschaft. Eine Regierungsantwort auf eine parlamentarische Anfrage ist kein Forschungsbefund, sondern eine Positionsbestimmung — sie sagt vor allem, worauf sich die Arbeitsmarktpolitik derzeit stützt. Dass die Regierung gegenläufige Studien ausdrücklich als methodisch schwach zurückweist, verschiebt die Debatte auf die Frage, welche Daten überhaupt zählen. Für den Standort Deutschland ist das relevant: Ob Weiterbildung als Antwort ausreicht, hängt daran, ob Verschiebungen im Aufgabenzuschnitt früh genug sichtbar werden — und die Messinstrumente dafür stehen selbst zur Debatte.

Der ausführliche Beitrag steht hinter der heise+-Schranke; diese Zusammenfassung stützt sich auf den frei lesbaren Teil.

Quelle heise online

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Niedersachsens Datenschutzbeauftragter kritisiert KI-Befugnisse im geplanten Polizeigesetz

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, Denis Lehmkemper, wendet sich gegen die geplante Novelle des Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (NPOG). In seinem Tätigkeitsbericht 2025 kritisiert er mehrere Befugnisse, die das Vorhaben der rot-grünen Landesregierung der Polizei einräumen soll: “intelligente” Videoüberwachung, biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung und automatisierte Datenanalyse. Die Echtzeit-Erkennung lehnt seine Behörde ab. Sein zentraler Einwand betrifft die Zweckbindung — jenen Grundsatz, nach dem Daten nur für den Zweck verwendet werden dürfen, zu dem sie erhoben wurden. Dieser Grundsatz wäre nach seiner Darstellung am Ende.

Der Vorgang verschiebt die deutsche KI-Debatte auf die Ebene der Länder. Über Hochrisiko-Anwendungen und biometrische Fernidentifizierung entscheidet nicht allein das EU-KI-Gesetz; wie weit Polizeibehörden solche Systeme tatsächlich einsetzen dürfen, regeln die Polizeigesetze der Länder. Niedersachsen ist damit einer von sechzehn Schauplätzen, an denen sich die praktische Reichweite dieser Technik entscheidet. Bemerkenswert ist außerdem, wer hier widerspricht: eine Aufsichtsbehörde, die dieselbe Landesregierung kontrolliert, deren Gesetzentwurf sie beanstandet.

Der ausführliche Beitrag steht hinter der heise+-Schranke; diese Zusammenfassung stützt sich auf den frei lesbaren Teil.

Quelle heise online

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Deutsche Synchronsprecher sehen KI-Stimmen als Konkurrenz

Der Verband Deutscher Sprecher:innen wendet sich gegen den Einsatz künstlich erzeugter Stimmen in der Synchronbranche. In einem Deep-Dive des heise-Podcasts KI-Update beschreibt Verbandsvorsitzende Anna-Sophia Lumpe das Kernproblem so: Sprecherinnen und Sprecher sollen ihre eigenen Aufnahmen für das Training von KI-Stimmen hergeben, die anschließend mit ihnen in Konkurrenz treten. Entscheidend sei dabei nicht die Stimmfarbe, sondern die Stimmführung — also die schauspielerische Interpretation, die eine Synchronfassung überhaupt erst trägt. Die Haltung des Berufsstands dürfe nicht darauf hinauslaufen, gerade so viel zu tun, wie unbedingt nötig sei.

Als Hintergrund nennt der Beitrag Vertragsklauseln bei Netflix, die eine Nutzung aufgenommener Stimmen für KI-Training erlauben sollen; ein Google-Vertreter habe zudem bestätigt, dass YouTube-Inhalte in das Training einfließen.

Für den Standort Deutschland ist das mehr als eine Branchenfrage. Ob Aufnahmen als Trainingsmaterial verwendet werden dürfen, entscheidet sich nach der Darstellung des Verbands derzeit in Verträgen, nicht in einem Gesetz — die Transparenzpflichten des EU-KI-Gesetzes betreffen die Kennzeichnung von KI-Inhalten, nicht die Vergütung der Stimmen dahinter. Der Verband verschiebt die Debatte damit von der Technik zur Vertragsgestaltung.

Der ausführliche Beitrag steht hinter der heise+-Schranke; diese Zusammenfassung stützt sich auf den frei lesbaren Teil.

Quelle heise online

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Carlsen Verlag verklagt OpenAI wegen NEINhorn-Plagiaten

Der Carlsen Verlag hat vor dem Landgericht München I Klage gegen OpenAI eingereicht. Das berichtet heise online. Gegenstand ist die Kinderbuchreihe “Das NEINhorn” von Autor Marc-Uwe Kling und Illustratorin Astrid Henn, die vor sieben Jahren erschienen ist. Der Verlag verlangt, die unlizenzierte Nutzung zu unterlassen, Auskunft über den Umfang zu erteilen und Schadenersatz zu leisten. Eine Summe nennt der Bericht nicht.

Der Vorwurf geht über einzelne Textpassagen hinaus. Nach den in dem Bericht geschilderten Feststellungen erzeugt ChatGPT vollständige Geschichten im Stil der Vorlagen sowie Illustrationen, die von den Originalen kaum zu unterscheiden sind. Geliefert werde eine komplette Druckvorlage — mit Covergestaltung, Impressum, erfundener ISBN und Verlagslogo. Zusätzlich schlage das System von sich aus weitere rechtsverletzende Texte und Bilder vor.

Zwei Punkte sind für die Einordnung wesentlich. Erstens hat dasselbe Gericht bereits eine Entscheidung gegen OpenAI getroffen, die die Verwertungsgesellschaft GEMA erstritten hat. Zweitens verschiebt sich der Streitgegenstand: Es geht hier nicht um die Frage, womit ein Modell trainiert wurde, sondern um das fertige Ausgabeprodukt. Kling kritisiert laut Bericht, Einzelne würden für den illegalen Download eines einzigen Films oder Buches hart bestraft. Eine Stellungnahme von OpenAI liegt dem Bericht nicht vor. Der ausführliche Artikel steht hinter der heise+ Bezahlschranke.

Quelle heise online

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Magdeburger Be2Byte bekommt 500.000 Euro für KI-Assistenten im Labor

107 Papier-Logbücher, ersetzt in zehn Wochen: Diese Zahl steht am Anfang der Geschichte des Magdeburger Technologie-Startups Be2Byte. Sie stammt vom Zentrallabor Witowski, einem nach ISO 17025 akkreditierten Labor, das die Software des Unternehmens eingeführt hat. Der Dokumentationsaufwand sank dabei nach Angaben von Startbase um mehr als 70 Prozent. Jetzt sammelt Be2Byte 500.000 Euro ein — Geldgeber ist der IBG Fonds, verwaltet von bmp Ventures.

Die Plattform heißt LabThunder und digitalisiert den Laboralltag: digitale Logbücher, zentrale Geräteverwaltung, automatisierte Fehlerbehebung für analytische und klinische Labore. Mittendrin sitzt Thunder AI, ein KI-Assistent, der dem Laborpersonal Informationen heraussucht, Entscheidungen vorbereitet und Geräteprobleme eigenständig lösen hilft.

Bemerkenswert ist, wer da baut. “Wir haben gemeinsam über zwei Jahrzehnte in Laboren gearbeitet und wissen genau, wo es im Alltag klemmt”, sagt Mitgründer und Geschäftsführer Julian Weber, der rund 16 Jahre Laborerfahrung mitbringt. Mitgründer Manuel Diaz kommt als CRO aus den Biowissenschaften, Technikchef Robert Perez aus der Softwareentwicklung.

Die Runde ist überschaubar, der Plan nicht: Das Geld soll die Expansion im DACH-Raum tragen, weitere Module finanzieren und bis Ende 2027 den Einstieg in die Pharmabranche ermöglichen.

Quelle Startbase

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L-Bank steigt bei Flip ein: 25 Millionen Dollar für KI an der Werkbank

Im Büro ist die KI längst Alltag — am Fließband, im Handel und in der Pflege dagegen kaum. Diesen Befund stellt Benedikt Brand, Mitgründer und Geschäftsführer von Flip, an den Anfang. Sein 2018 gegründetes Unternehmen sammelt nun 25 Millionen Dollar ein, um seine Plattform für genau diese Beschäftigten auszubauen.

Bemerkenswert ist, wer mitgeht: Neben den bestehenden Geldgebern Notion Capital und HV Capital, die ihre Anteile aufstocken, steigt die L-Bank neu ein — die Förderbank des Landes Baden-Württemberg. Öffentliches Landeskapital fließt hier also direkt in eine KI-Anwendung für die Schichtbelegschaft. Beteiligt sind zudem Business Angels und institutionelle Investoren, die nicht namentlich genannt werden.

Was die Plattform kann, klingt unspektakulär und ist im Alltag genau deshalb interessant. Sie bündelt interne Kommunikation, Arbeitsabläufe, digitale Identität und KI-Werkzeuge in einer einzigen Anwendung. Das Modul Fusion erzeugt maßgeschneiderte Apps für einzelne Filialen, Teams oder Arbeitsprozesse. Frontline Identity wiederum lässt Beschäftigte auf Firmensysteme zugreifen, die über gar keine dienstliche E-Mail-Adresse verfügen.

Die Runde trägt keine Stufenbezeichnung, und wie viel die einzelnen Beteiligten beisteuern, teilt das Unternehmen nicht mit. Auch seinen Firmensitz nennt der Bericht von tech.eu nicht.

Quelle tech.eu

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FernUni Hagen entwickelt Filter, der sensible Daten vor ChatGPT abfängt

An der FernUniversität in Hagen ist ein Prototyp entstanden, der vertrauliche Angaben aus Eingaben an KI-Sprachmodelle entfernt, bevor diese an Dienste wie ChatGPT übertragen werden. Das berichtet heise online. Das Team um Pascal Tippe nennt das System Privacy Gateway; beteiligt ist auch der Student Michael Maximilian Grötzner.

Technisch geht der Filter über eine Stichwortsuche hinaus. Er stützt sich auf ein Codebuch, das aus den Definitionen der Datenschutz-Grundverordnung und aus dem deutschen Geschäftsgeheimnisrecht abgeleitet ist. Damit sollen personenbezogene Daten und Betriebsinterna nicht erst beim Anbieter, sondern schon vor dem Versand herausgelöst werden.

Der Ansatz adressiert ein praktisches Problem des Standorts. Nach den in dem Bericht genannten Zahlen nutzt rund ein Drittel der Menschen in Deutschland wöchentlich KI-Anwendungen — häufig über Dienste, deren Verarbeitung außerhalb der eigenen Kontrolle liegt. Für Unternehmen und Behörden ist das der Kernkonflikt zwischen Produktivitätsgewinn und Geheimnisschutz.

Die Tests zeigen zugleich eine Grenze: Werden sensible Angaben entfernt, kann die Qualität der Antworten sinken, besonders bei datenintensiven Fragen etwa aus dem medizinischen Bereich. Es handelt sich um einen Forschungsprototyp; Angaben zu Lizenz, Preis oder Verfügbarkeit liegen nicht vor. Der ausführliche Bericht steht hinter der heise+ Bezahlschranke.

Quelle heise online

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Kölner DeepL wird Übersetzungsmotor für die US-Rechts-KI Harvey

Ein Kölner Übersetzungsdienst wird zum Sprachmotor der amerikanischen Rechtsbranche: DeepL hat eine Partnerschaft mit dem US-Startup Harvey geschlossen, das KI-Werkzeuge für Anwaltskanzleien baut. Künftig wickelt DeepL nach Angaben von tech.eu mehr als ein Drittel des gesamten Dokumentenvolumens ab, das bei Harvey übersetzt wird.

Für die Kölner ist das ein Ritterschlag in einem besonders heiklen Feld. Juristische Texte verzeihen keine ungefähren Formulierungen — eine falsch übertragene Klausel kann einen Vertrag kippen. Genau dort setzt DeepL nun mit Übersetzung, Schreibwerkzeugen und Sprach-zu-Sprach-Übertragung an, damit Kanzleien grenzüberschreitend arbeiten können.

“Die Zusammenarbeit mit Harvey bringt unsere spezialisierten Sprach-KI-Fähigkeiten zu noch mehr Rechtsteams weltweit, die täglich über Grenzen hinweg arbeiten”, sagt Gründer und Geschäftsführer Jarek Kutylowski.

Finanzielle Konditionen nennen beide Seiten nicht; eine Beteiligung ist es ausdrücklich nicht. Die Größenverhältnisse sind trotzdem bemerkenswert: DeepL wurde 2024 mit zwei Milliarden Dollar bewertet, Harvey mit elf Milliarden. Und das Jahr verlief für die Kölner nicht rund — Anfang 2026 strich das Unternehmen 250 Stellen. Umso mehr zeigt dieser Abschluss, dass deutsche Sprachtechnologie international weiter gefragt ist. Zu den Kunden zählen unter anderem die Kanzlei Taylor Wessing, SoftBank und Mazda.

Quelle tech.eu

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