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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

Neue EU-Leitlinien zum KI-Datensammeln: Was für deutsche Entwickler jetzt gilt

Für jedes deutsche KI-Team, das seine Modelle mit Daten aus dem Netz füttert, zeichnen sich neue Spielregeln ab: Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat zwei neue Leitlinien vorgelegt — eine zum Web-Scraping fürs Training generativer KI, eine zur Anonymisierung.

Die Kernaussage sitzt: Sobald beim Scrapen personenbezogene Daten verarbeitet werden, greift die DSGVO — auch für private KI-Entwickler, die sich bislang gern auf ihr “berechtigtes Interesse” berufen. Das trägt künftig nur nach Notwendigkeitsprüfung und Interessenabwägung. Wo sich Betroffene nicht informieren lassen, empfiehlt der EDSA konkrete Hausaufgaben: verlässliche Datenquellen wählen, die Daten vor dem Training validieren, Zeitstempel dokumentieren und eng gefasste Filter setzen, um möglichst wenig zu sammeln. Sensible Daten wie Gesundheitsinformationen sind grundsätzlich tabu; landen sie doch im Datensatz, müssen technische Maßnahmen ihre Weiterverwendung verhindern — mit Verweis auf ein EuGH-Urteil.

Auch die Anonymisierung bekommt schärfere Konturen: Ob Daten wirklich anonym sind, ist aus Sicht des Empfängers zu beurteilen, und gleich drei Kriterien müssen zusammen erfüllt sein.

Noch ist nichts in Stein gemeißelt: Bis zum 30. Oktober 2026 läuft die Konsultation. Deutsche KI-Entwickler sollten die Frist nutzen — hier werden die Leitplanken fürs Datensammeln gezogen.

Quelle heise online

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BSI und Fraunhofer stellen Deepfake-Erkennung "Real Or Render" vor

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) haben eine Methode zur Erkennung von Deepfakes vorgestellt. Das Verfahren mit dem Namen “Real Or Render” soll KI-generierte Bilder und Videos automatisiert entlarven.

Technisch verfolgt das System einen hybriden Ansatz: Es rekonstruiert ein Eingabebild mithilfe eines KI-Bildgenerators (Diffusionsmodell) und vergleicht anschließend die Rekonstruktionsfehler. Echte Fotos enthalten laut Fraunhofer mehr natürliche Unregelmäßigkeiten, während sich Fälschungen der KI-Rekonstruktion stärker annähern. Auffällige Bildregionen markiert die Software in Heatmaps. Trainiert wurde das Modell mit rund 120.000 Bildern aus 18 verschiedenen Generatoren; die Erkennungsgenauigkeit gibt das Institut mit 85 bis 91 Prozent an. Andreas Specker, Senior Scientist am Fraunhofer IOSB, verantwortet die Arbeit im Forschungsbereich videobasierte Sicherheits- und Assistenzsysteme.

Für den Standort ist die Entwicklung doppelt relevant: Sie zeigt, dass öffentliche Institute in Deutschland eigene Detektionskompetenz gegen Desinformation aufbauen — ein Feld, das mit dem EU-KI-Gesetz und dessen Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte an Bedeutung gewinnt. Zugleich dämpft das BSI die Erwartungen: Automatisierte Detektionsmethoden funktionierten häufig nur unter bestimmten Rahmenbedingungen zuverlässig. Ein Restrisiko der Fehlklassifikation bleibt.

Quelle t3n

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KI-Plattformen wachsen um 75 Prozent — doch Deutschland verliert global an Boden

Plus 75,8 Prozent in einem einzigen Jahr: So rasant wachsen laut einer neuen Bitkom-Prognose 2026 die Umsätze mit KI-Plattformen in Deutschland — auf 3,1 Milliarden Euro, nach bereits 50 Prozent Wachstum im Vorjahr. Kein anderes Segment legt schneller zu.

KI ist damit der heißeste Motor eines insgesamt brummenden Marktes. Die gesamte deutsche ITK-Branche soll 2026 um 4,1 Prozent auf 246,4 Milliarden Euro klettern, getrieben vor allem von Software (+9,9 Prozent) und Cloud-Diensten (+21,9 Prozent auf 42,5 Milliarden Euro). Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sieht die Digitalisierung als verlässlichen Wachstumstreiber — auch wenn Unternehmen und Verwaltung angesichts der Konjunktur vorsichtig investieren.

Doch der Jubel hat einen Haken, und den benennt Bitkom selbst: International fällt Deutschland zurück. Der Weltmarkt wächst 2026 um 8,5 Prozent auf 5,9 Billionen Dollar, die USA sogar um 12,7 Prozent — mit einem Anteil von 41 Prozent am Weltmarkt. Deutschlands Anteil dagegen sinkt auf 3,8 Prozent.

Die Botschaft für den Standort ist zwiespältig: Bei KI und Cloud zündet die Wachstumsstufe, doch im globalen Rennen verliert Deutschland relativ an Boden. Wer aufholen will, muss die 75-Prozent-Dynamik jetzt in eigene Plattformen und Anwendungen übersetzen.

Quelle heise online

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Landgericht Berlin weist Eilantrag zur KI-Synchronisation ab

Das Landgericht Berlin II hat einen Eilantrag des Bundesverbands Schauspiel (BFFS) vollständig zurückgewiesen. Wie heise online berichtet, wollte die Schauspielgewerkschaft dem Verband Deutscher Sprecher:innen (VDS) drei Aussagen aus einer Pressemitteilung untersagen lassen. Das Gericht wertete die beanstandeten Äußerungen als zulässige Meinungsäußerung zu einer Frage von öffentlichem Interesse (Az. 7 O 245/26 eV, Beschluss vom 8. Juli 2026). Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig; der BFFS kann Beschwerde einlegen.

Im Kern geht es um den Einsatz von KI in der deutschen Synchronisation. Strittig ist eine “Assignment of Rights”-Vereinbarung von Netflix, in deren Paragraf 15 eine vom BFFS mitverhandelte KI-Regelung eingeflossen ist. Das Gericht sah den BFFS daher mitverantwortlich für die KI-Klauseln — ein Punkt, von dem sich die Gewerkschaft vor Gericht distanzierte, während sie das Abkommen im Juni 2025 noch als “Vorreiterrolle” gelobt hatte.

Der Fall zeigt, wie sich der Streit um KI-Stimmen in Deutschland von der Verhandlungs- auf die Gerichtsebene verlagert. Für Synchronsprecher steht die Frage im Raum, wer die vertraglichen Leitplanken für KI-Synchronisation setzt — und wer sie öffentlich verantwortet. Solange konkurrierende Verbände uneins sind, bleibt der Schutz vor dem Klonen von Stimmen vor allem eine Auslegungssache.

Quelle heise online

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Zwei Sekunden bis zur Gleisänderung: Deutsche Bahn setzt 50 Millionen auf KI

Zwei Sekunden statt einer Minute: So schnell soll bei der Deutschen Bahn künftig die Meldung über einen Gleiswechsel auf dem Handy landen. DB-Chefin Evelyn Palla kündigte an, zusätzlich 50 Millionen Euro in moderne IT und Künstliche Intelligenz zu stecken — und die Reiseinformation von Grund auf umzukrempeln.

Herzstück ist ein KI-Assistent namens Kiana, der in die DB-Website und den DB Navigator wandert. Er beantwortet persönliche Reisefragen, sucht Verbindungen und beherrscht laut Bahn über 100 Sprachen — ein Versprechen, das gerade Pendler und internationale Gäste aufhorchen lässt. In den Leitzentralen wertet KI künftig Störungsdaten aus und spielt sie gleichzeitig auf alle Kanäle. Die heute rund 60 Sekunden alte Gleisinformation soll so auf maximal zwei Sekunden schrumpfen.

Dazu kommen 7.000 neue Anzeiger an großen wie kleinen Bahnhöfen sowie eine neue App und Website unter dem Namen “DB Info”, die im Dezember 2026 starten sollen. Kleine Stationen bekommen zusätzlich Vorlese-Tasten und Monitore mit Bau-Infos.

Der Vorstoß fällt in eine Zeit wachsenden Wettbewerbs: Flix baut sein Angebot aus, der italienische Anbieter Italo drängt in den deutschen Fernverkehr. Ob die KI hält, was Palla verspricht, entscheidet sich am Bahnsteig — dort, wo Reisende jede Sekunde spüren.

Quelle heise online

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Bundestags-Innenausschuss billigt KI-Echtzeitfahndung für die Bundespolizei

Der Innenausschuss des Bundestags hat einen überarbeiteten Regierungsentwurf zur Reform des Bundespolizeigesetzes gebilligt. Wie heise online berichtet, stimmten CDU/CSU und SPD dafür, Grüne und Die Linke dagegen, die AfD enthielt sich; die abschließende Lesung im Plenum ist für Freitag angesetzt.

Kern der Reform ist ein neuer Paragraf 31b, der erstmals eine Rechtsgrundlage für biometrische Echtzeitfahndung schafft: Die Bundespolizei dürfte KI-gestützt Live-Kamerabilder automatisiert mit den biometrischen Daten gesuchter Personen abgleichen — an Bahnhöfen, Flughäfen und in Grenzbereichen. Hinzu kommen eine automatisierte Gefahrenerkennung anhand von Bewegungs-, Objekt- und Standortmustern sowie der Einsatz von Drohnen als mobile Sensorträger für Bild- und Tonaufzeichnungen.

Weiter erlaubt der Entwurf Staatstrojaner zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung — laut Bericht eine Kehrtwende gegenüber der früheren Ampel-Koalition — und weitet den Zugriff auf Bestands-, Nutzungs- und Verkehrsdaten aus.

Für den Standort Deutschland markiert das eine der weitreichendsten staatlichen Anwendungen von KI-Biometrie. Das Bundesinnenministerium verteidigt die Novelle als überfällige Modernisierung des überwiegend aus dem Jahr 1994 stammenden Gesetzes und sieht die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts gewahrt. Bürgerrechtler dagegen warnen vor einer erheblichen Ausweitung staatlicher Überwachung und einem “Einstieg in eine Überwachungsinfrastruktur”.

Quelle heise online

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Deutschland fällt in globaler Unternehmens-Rangliste zurück, KI treibt US-Dominanz

Deutschland ist in der aktuellen Rangliste der 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt auf nur noch einen Vertreter geschrumpft: Siemens, mit einem Börsenwert von 247 Milliarden Dollar auf Platz 72. Noch Anfang des Jahres waren SAP (damals Platz 114) und Allianz (Platz 115) zusätzlich vertreten; beide sind inzwischen aus den Top 100 gefallen. Zum Vergleich: 2007 stellte Deutschland noch sieben Unternehmen in dieser globalen Rangliste (Stand: 30. Juni 2026), meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Angeführt wird die Liste von US-Konzernen: 56 der 100 Plätze entfallen auf die USA, gefolgt von China (12) sowie Großbritannien und Japan (je 5). An der Spitze stehen Nvidia (4,8 Billionen Dollar), Alphabet (4,3 Billionen), Apple (4,2 Billionen) und Microsoft (2,8 Billionen); auch SpaceX rangiert nach seiner Bewertung auf Platz 6.

EY-Chef Henrik Ahlers ordnet die Entwicklung ein: “Unternehmen, denen Anleger eine führende Rolle in der KI-Wertschöpfungskette zutrauen, werden mit enormen Bewertungsaufschlägen belohnt.” Diese Prämie erklärt einen Großteil der US-Dominanz. Immerhin zeigen zwei deutsche Unternehmen Bewegung nach oben: Siemens Energy stieg von Rang 168 auf 128, Infineon verdoppelte seinen Marktwert auf 121 Milliarden Dollar und kletterte von Rang 401 auf 185 — ein Hinweis, dass einzelne deutsche Zulieferer der KI-Wertschöpfungskette profitieren, auch wenn ein deutscher KI-Champion in der globalen Spitzengruppe weiterhin fehlt.

Quelle heise online

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Bürgerentscheid ebnet Weg für Helsing-Fabrik in Hallbergmoos

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Hallbergmoos bei München haben in einem Bürgerentscheid mit 59 zu 41 Prozent für den Bau einer Fabrik des Rüstungs- und KI-Unternehmens Helsing gestimmt. Helsing hat sich am Standort nahe dem Flughafen München insgesamt 250.000 Quadratmeter Land gesichert; zunächst sollen rund 120.000 Quadratmeter bebaut werden. Die Investitionssumme liegt im dreistelligen Millionenbereich, geplant sind etwa 300 neue Arbeitsplätze.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wertete das Votum als Zeichen dafür, dass die Bürger “die großen wirtschaftlichen Chancen und unsere Verantwortung zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands erkannt” hätten.

Der Ausbau markiert einen Schritt in der Industrialisierung deutscher Verteidigungs-KI: Helsing, 2021 gegründet und bereits 2023 zum ersten europäischen Rüstungs-Einhorn aufgestiegen, liefert mit der Loitering Munition HX-2 und dem autonomen Kampfflugzeug CA-1 Systeme mit KI-gestützter Zielerkennung und -steuerung. Die Bundeswehr hat bereits mehrere Tausend HX-2-Einheiten für eine Brigade in Litauen bestellt. Dass eine Kommune einer solchen Ansiedlung per Bürgerentscheid zustimmt, zeigt, wie sehr sich die öffentliche Abwägung zwischen ziviler Standortentwicklung und militärischer KI-Nutzung seit Kriegsbeginn in der Ukraine verschoben hat — ein Trend mit Relevanz auch für die Regulierung, etwa bei den Ausnahmen militärischer Systeme vom EU-KI-Gesetz.

Quelle heise online

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KI an Bord: Bremens Straßenbahnen bekommen einen digitalen Aufpasser

In Bremens Straßenbahnen fährt künftig eine KI mit, die brenzlige Situationen erkennen soll, bevor sie eskalieren. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) stattet ihre Bahnen mit dem System “AI-Watch” aus — entwickelt von Just Add AI (JAAI), einer KI-Firma aus Bremen. Das berichtet heise online in einem ausführlichen Hintergrundbericht.

Das Prinzip lässt aufhorchen: Statt neue Technik in die Bahnen zu schrauben, wertet AI-Watch die Bilder der ohnehin vorhandenen Überwachungskameras mit multimodalen KI-Modellen aus. Erkennt das System eine Gefahrensituation, schlägt es Alarm — eine menschliche Kontrollinstanz soll Fehlalarme aussortieren. Und beim Datenschutz setzt das Projekt auf lokale Verarbeitung der Bilder, direkt vor Ort statt in einer fernen Cloud.

Wie dringend das Thema ist, zeigt der Bericht auch: Ein Viertel der Deutschen hat im Nahverkehr laut heise bereits negative Erfahrungen gemacht, die über Verspätungen hinausgehen. Erst kürzlich wurde bei einem Messerangriff in einer Bremer Straßenbahn nahe der Haltestelle Am Dobben ein Mann lebensgefährlich verletzt — ausgerechnet in einer Bahn, die das neue System noch nicht an Bord hatte.

Noch läuft AI-Watch im Pilotbetrieb, längst nicht alle Bahnen sind ausgerüstet, und offene Fragen zu Kosten und Fehlalarmen bleiben. Doch spannend ist die Richtung allemal: Ein Bremer Verkehrsbetrieb und ein Bremer KI-Start-up bauen gemeinsam an sichereren Bahnen — und auch Mannheim und Hamburg schauen laut heise beim Thema KI-Videoüberwachung im ÖPNV bereits genau hin.

Quelle heise online

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