KI in Deutschland
Bitkom-Studie: 58 Prozent der Lehrkräfte nutzen KI — die Ausstattung hält nicht Schritt
Der Digitalverband Bitkom hat am 5. August 2026 eine Befragung zum KI-Einsatz an deutschen Schulen veröffentlicht. Danach nutzen 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke — 2024 waren es 51 Prozent. Zwei Drittel halten die Technologie für eine Chance für die Bildung, 23 Prozent für ein Risiko. 89 Prozent finden, Schülerinnen und Schüler sollten den Umgang mit KI lernen; zugleich befürchten 42 Prozent einen Rückgang der geistigen Fähigkeiten.
Die Voraussetzungen sind ungleich verteilt. Nur 46 Prozent erhalten KI-Lizenzen von ihrer Schule, 19 Prozent greifen für den Unterricht ausschließlich auf private Accounts zurück. 58 Prozent fühlen sich im Umgang mit KI unsicher, 78 Prozent wünschen sich verpflichtende regelmäßige Fortbildungen.
Der Engpass bleibt die Infrastruktur: 49 Prozent bewerten die technische Ausstattung ihrer Schule als schlecht, 40 Prozent beklagen schlechtes oder fehlendes WLAN — immerhin ein Rückgang gegenüber 48 Prozent im Jahr 2024. 83 Prozent sehen deutsche Schulen international im Rückstand, 80 Prozent vermissen politische Unterstützung.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst verschiebt die Debatte entsprechend: “Es geht nicht mehr darum, ob in Schulen KI eingesetzt wird, es geht um das Wie.” Und weiter: “Schulen brauchen Verlässlichkeit und eine digitale Vision statt vieler einzelner befristeter Maßnahmen.”
Datenbasis: Bitkom Research befragte in den Kalenderwochen 22 bis 26 telefonisch 501 Lehrkräfte der Sekundarstufen 1 und 2, repräsentativ.
Quelle Bitkom
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