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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

SAP übernimmt deutsches KI-Startup Prior Labs für über eine Milliarde Euro

Ein Milliardendeal, und das aus Deutschland: Der Softwarekonzern SAP übernimmt das erst 18 Monate junge KI-Startup Prior Labs — für mehr als eine Milliarde Euro. Das Besondere daran: Prior Labs ist eine deutsche Gründung.

Das Team um Mitgründer und CEO Frank Hutter hat sich auf sogenannte tabellarische Basismodelle spezialisiert. Ihr Produkt TabPFN — jüngste Ausbaustufe TabPFN-3-Thinking — trifft Vorhersagen direkt auf strukturierten Unternehmensdaten: Zahlungsausfälle, Kundenabwanderung, Lieferantenrisiken oder Bedarfsprognosen, ganz ohne mühsames Training für jeden einzelnen Datensatz. Im Einsatz ist die Technik bereits bei der Ausfallvermeidung von Zügen (Hitachi), in der Finanzprognose (TD) sowie in der Diagnose von Bauchspeicheldrüsenkrebs und der Waldbrandvorhersage.

SAPs Wette dahinter: Nicht große Sprachmodelle, sondern die strukturierten Daten der Unternehmen seien die größte Chance der KI. Prior Labs behält eigene Marke, Führung und Forschungsagenda und will weiterhin offen publizieren.

„Vor 18 Monaten war Prior Labs ein Forschungsprojekt”, sagt Hutter — nun beginne das nächste Kapitel als KI-Labor mit ganz neuen Möglichkeiten. SAP-Technikchef Philipp Herzig lobt das Team als das weltweit stärkste seiner Kategorie. Für den Standort Deutschland ist das ein starkes Signal: Ein deutscher Konzern kauft deutsche KI-Spitzenforschung — und behält sie im Land.

Quelle tech.eu

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SAP-Studie: In deutschen Firmen steigt die KI-Rendite, die Kontrolle hinkt hinterher

Deutsche Unternehmen erwarten steigende Renditen aus ihren KI-Investitionen — doch die Kontrolle über die Technik bleibt zurück. Das zeigt eine Studie von SAP und Oxford Economics, für die 2.600 Führungskräfte in 13 Ländern befragt wurden, darunter 200 in Deutschland.

Die Zahlen belegen den Investitionsschub: Deutsche Firmen wollen 2026 rund 35 Millionen Euro in KI stecken, mehr als der globale Schnitt von etwa 24 Millionen. Die erwartete Rendite auf KI-Ausgaben steigt auf 24 Prozent, nach 17 Prozent im Vorjahr. Für agentische KI rechnen die deutschen Befragten binnen zwei Jahren mit einem Ertrag von rund 18 Millionen Euro — ein Sprung von zuvor etwa vier Millionen. Bereits 35 Prozent der Aufgaben werden in deutschen Unternehmen von KI unterstützt.

Der zweite Befund fällt ernüchternder aus. Nur vier Prozent fühlen sich vollständig auf den Einsatz von KI-Agenten vorbereitet, lediglich elf Prozent halten ihre Governance für ausreichend. 57 Prozent fehlen menschliche Kontrollprozesse für Agenten-Workflows, ein Drittel hat keine Zugriffsrechte geregelt. Zugleich sind 75 Prozent bereit, Agenten schneller einzusetzen, als sie sie kontrollieren können; 71 Prozent berichten von unkontrollierter “Schatten-KI”. Für den Standort Deutschland heißt das: Das Tempo der Einführung läuft der Beherrschbarkeit davon.

Quelle heise online

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Bayern verleiht Hightech-Preis an MIT-KI-Forscherin Daniela Rus

Der bayerische Ministerpräsident zeichnet die KI- und Robotikforscherin Daniela Rus mit dem Hightech-Preis aus. Rus leitet das Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) am MIT in Boston; geehrt wird sie für grundlegende Beiträge zur Robotik und zu autonomen Systemen — von selbstorganisierenden Roboterkollektiven über weiche Robotik und autonome Mobilität bis zu hirninspirierter künstlicher Intelligenz.

Der mit 300.000 Euro dotierte Preis wird von der Bayerischen Staatsregierung gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vergeben und aus Mitteln der Rohde-Stiftung finanziert. Er geht alle zwei Jahre an Forschende mit besonderem Bezug zu Bayern. Rus’ Verbindung besteht über die Munich AI Lectures an der Technischen Universität München (TUM). Die Verleihung ist für den 23. Juli vorgesehen.

Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Markus Blume würdigten Rus als weltweite Autorität in Robotik und KI; Blume hob die Achse zwischen Boston und Bayern, zwischen MIT und TUM, hervor.

Für den Standort Deutschland ist die Auszeichnung ein Signal: Bayern nutzt einen hochdotierten Preis, um sich international in der KI- und Robotikforschung zu positionieren und die Zusammenarbeit zwischen Münchner und US-amerikanischen Spitzeninstituten sichtbar zu machen — in einem Feld, in dem Deutschland um Talente und Anschluss ringt.

Quelle heise online

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enercity öffnet die Kundenverwaltung für ChatGPT

Zählerstand ablesen, Vertrag prüfen – und das Ganze im Chatfenster von ChatGPT: Der Energieversorger enercity, hervorgegangen aus den Stadtwerken Hannover, lässt seine Kundschaft ab sofort testweise über den KI-Assistenten mit dem eigenen Kundenmanagement sprechen.

Technisch steckt dahinter das Model-Context-Protocol (MCP), eine offene Schnittstelle. Wer mitmachen will, meldet sich per E-Mail beim Kundenservice an, installiert einen Connector in ChatGPT und loggt sich einmal ein. Danach vermittelt ein MCP-Server zwischen Chatbot und enercity-Servern: Zählerstände übermitteln, Vertragliches klären – alles im Dialog.

Der Datenschutz ist mitgedacht. enercity betont, nur minimale Daten zu übertragen; Adressen und vollständige Namen bekommt OpenAI nicht zu sehen. Ehrlich bleibt der Versorger auch bei den Grenzen: Dass ChatGPT bei Zählerständen oder Verträgen halluziniert, lässt sich nicht völlig ausschließen.

Spannend für Deutschland ist der Schritt, weil hier ein klassischer Stadtwerke-Betrieb den Sprung zur agentischen KI wagt – zunächst für Early Adopter, denen herkömmliche Apps zu umständlich sind. Und enercity denkt schon weiter: Weil MCP nicht auf ChatGPT beschränkt ist, soll die Funktion künftig auch mit anderen Sprachmodellen laufen. Die gewohnten Servicewege bleiben derweil bestehen. Umgesetzt hat das Ganze die Digitaltochter LYNQTECH.

Quelle heise online

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EU zwingt Google: Android muss sich für fremde KI-Assistenten öffnen

Die EU-Kommission verpflichtet Google, das Betriebssystem Android für KI-Assistenten anderer Anbieter zu öffnen. Grundlage ist Artikel 6 Absatz 7 des Digital Markets Act (DMA); Android gilt seit 2023 als regulierter “Gatekeeper”. Fremde Assistenten müssen künftig denselben Zugang erhalten wie Googles eigener Dienst Gemini — etwa die Aktivierung per Sprachbefehl, das Bestellen von Essen oder Fahrdiensten, die Analyse von Bildschirminhalten, dauerhaften Hintergrundbetrieb und Zugriff auf Drittanbieter-Apps für mehrstufige, “agentische” Aufgaben.

Der Zeitplan ist gestaffelt: Bis zum 1. Februar 2027 muss Google Entwurfsbedingungen für ein Zertifizierungsprogramm vorlegen, bis 1. Mai 2027 die endgültigen Regeln. Nutzer sollen ab 1. Juli 2027 profitieren, die vollständige Umsetzung ist zum 1. August 2027 mit Android 18 vorgesehen; die gleichzeitige Erkennung mehrerer Aktivierungswörter folgt bis August 2028 mit Android 19. Google darf nur objektive, diskriminierungsfreie Sicherheits- und Datenschutzstandards setzen, überprüft durch unabhängige Dritte; DSGVO und Cyber Resilience Act bleiben maßgeblich.

Für den Standort Deutschland ist die Vorgabe relevant, weil sie den größten europäischen Android-Markt betrifft: Anbieter wie OpenAI oder Perplexity — und perspektivisch auch europäische Wettbewerber — erhalten regulatorisch abgesicherten Zugang zu Millionen Smartphones. Google äußerte sich kritisch zur Brüsseler Entscheidung.

Quelle heise online

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WIPO-Report: Deutschland führt in Europa beim Patentboom für generative KI

Deutschland ist bei Patenten für generative KI der führende Standort in Europa. Das geht aus einem Bericht der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) hervor, der einen weltweiten Patentboom dokumentiert: 2024 und 2025 wurden global mehr als 56.000 Patentfamilien zu generativer KI veröffentlicht — mehr als im gesamten Jahrzehnt zuvor. Der Anteil generativer KI an allen KI-Patenten stieg von 4,2 Prozent (2017) auf 8,7 Prozent (2025).

Im Ländervergleich liegt Deutschland auf Rang sechs und hat damit Großbritannien (Rang acht) überholt. Die jährliche Wachstumsrate beträgt 85 Prozent. An der Weltspitze steht allerdings China mit über 43.000 Patentfamilien; die höchsten Wachstumsraten verzeichnen Japan (210 Prozent), die Schweiz (124 Prozent) und die USA (92 Prozent).

Bei den Unternehmen führt der japanische Konzern SoftBank mit rund 3.000 Patentfamilien, gefolgt von Anbietern wie Tencent, Baidu, Alphabet und Microsoft. Für den Standort Deutschland bemerkenswert: Bosch zählt mit 368 Patentfamilien erstmals zu den 25 größten Anmeldern. OpenAI kommt dagegen auf lediglich 35 Anmeldungen.

Die Zahlen zeichnen ein zwiespältiges Bild: Deutschland behauptet sich in Europa, bleibt im globalen Rennen — vor allem gegenüber China — aber deutlich zurück. Größte Technologiekategorie sind mit Abstand große Sprachmodelle (LLMs).

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Medienwächter erlassen Bescheide gegen Google und Perplexity zu KI-Übersichten

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten hat Bescheide gegen Google und Perplexity erlassen. Nach der Entscheidung sind KI-Suchmaschinen und Chatbots rechtlich keine neutralen Vermittler, sondern Anbieter eigener Inhalte. Damit greift nach Auffassung der Aufseher das Haftungsprivileg des Digital Services Act (DSA) für diese Dienste nicht.

Bei Google zielt der Bescheid auf die “AI Overviews”: Die prominente Platzierung der KI-Zusammenfassungen dränge die klassische Linkliste in den Hintergrund — eine unzulässige Diskriminierung journalistischer Angebote. Perplexity wiederum bestimme über Quellenangaben und Linklisten die Sichtbarkeit fremder Inhalte und erfülle damit die Kriterien eines Medienintermediärs, der den entsprechenden Pflichten unterliegt.

Grundlage ist ein Rechtsgutachten der Professoren Jan Oster und Christoph Busch. Es kommt zu dem Schluss, dass KI-generierte Texte — einschließlich fehlerhafter oder “halluzinierter” Passagen und aus fremden Quellen zusammengesetzter Inhalte — als eigene Inhalte des Anbieters gelten. Damit findet das nationale Medienrecht Anwendung. Beteiligt sind unter anderem die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein und die Medienanstalt Berlin-Brandenburg.

Für den Standort Deutschland ist die Einordnung folgenreich: Unterliegen KI-Übersichten dem Medienrecht, entstehen Transparenzpflichten und Vorgaben zur Auffindbarkeit journalistischer Angebote — mit möglichen Konsequenzen für die Gestaltung von Google-Suche und Perplexity hierzulande. Wie die Unternehmen reagieren, ist offen.

Quelle heise online

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Bitkom-Umfrage: Jeder Fünfte will KI-Beratung für den Bundestrainer

Rund ein Fünftel der Menschen in Deutschland hält es für sinnvoll, dass der Bundestrainer bei seinen Entscheidungen künstliche Intelligenz zurate zieht. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Befragt wurden 1.004 Personen ab 16 Jahren in den Kalenderwochen 17 bis 21. 21 Prozent sprachen sich für eine KI-Beratung des Trainers aus – ein Ergebnis, das der Verband vor dem Hintergrund der 3:4-Niederlage der Nationalmannschaft gegen Paraguay einordnet.

Auch bei der Übertragung zeigt sich Offenheit: 18 Prozent würden bei WM-Spielen eine KI-Kommentierung dem menschlichen Kommentator vorziehen. Der Wert steigt deutlich mit sinkendem Alter – von 13 Prozent bei den über 65-Jährigen auf 26 Prozent bei den 16- bis 29-Jährigen. Gefragt sind zudem interaktive Formate: 38 Prozent möchten Wiederholungen und Kameraperspektiven selbst wählen, 25 Prozent wünschen sich ein VR- oder 360-Grad-Erlebnis.

Für den Standort Deutschland ist weniger die Fußballfrage relevant als das Muster dahinter: Die Bereitschaft, KI als Entscheidungshilfe zu akzeptieren, wächst – besonders in jüngeren Jahrgängen. Bitkom-Expertin Lucy Czachowski betont die Grenze: „KI kann einem Trainer die Entscheidung nicht abnehmen, aber sie kann die Entscheidungsgrundlagen deutlich verbessern.” Die Umfrage misst damit weniger den Fußball als die Akzeptanz von KI als Assistenzsystem.

Quelle Bitkom

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KI-Kennzeichnungspflicht ab August 2026: Was Marketer in Deutschland umsetzen müssen

Zum August 2026 greifen zentrale Transparenzpflichten des EU-KI-Gesetzes (AI Act) — und sie betreffen unmittelbar das Marketing in Deutschland. Wie t3n berichtet, gelten Unternehmen, die KI-Werkzeuge zur Erstellung von Werbung, Social-Media-Inhalten oder Website-Texten einsetzen, rechtlich als “Betreiber” von KI-Systemen. Damit tragen sie die Verantwortung, KI-generierte Inhalte korrekt als solche zu kennzeichnen.

Grundlage ist Artikel 50 des AI Act, der Transparenzpflichten für den Einsatz generativer KI festschreibt. Ziel der Regelung ist laut Bericht der Schutz von Verbrauchern vor Täuschung und Desinformation durch nicht ausgewiesene KI-Inhalte.

Für den Standort Deutschland bedeutet das einen konkreten Compliance-Termin: Wer Kampagnen, Posts oder Produktbeschreibungen ganz oder teilweise von KI erzeugen lässt, muss dies künftig offenlegen. Die Pflicht reiht sich ein in eine Serie von Kennzeichnungs-Initiativen — von den jüngst beschlossenen Standards der Musikindustrie bis zu den Leitlinien der EU-Datenschützer zum KI-Training. Gemeinsam ist ihnen die Stoßrichtung: Transparenz darüber, wann Inhalte maschinell entstehen. Offene Detailfragen — etwa zu Ausnahmen oder Sanktionen — dürften die Unternehmen bis zum Stichtag noch beschäftigen.

Quelle t3n

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