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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

Deutschland fällt in globaler Unternehmens-Rangliste zurück, KI treibt US-Dominanz

Deutschland ist in der aktuellen Rangliste der 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt auf nur noch einen Vertreter geschrumpft: Siemens, mit einem Börsenwert von 247 Milliarden Dollar auf Platz 72. Noch Anfang des Jahres waren SAP (damals Platz 114) und Allianz (Platz 115) zusätzlich vertreten; beide sind inzwischen aus den Top 100 gefallen. Zum Vergleich: 2007 stellte Deutschland noch sieben Unternehmen in dieser globalen Rangliste (Stand: 30. Juni 2026), meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Angeführt wird die Liste von US-Konzernen: 56 der 100 Plätze entfallen auf die USA, gefolgt von China (12) sowie Großbritannien und Japan (je 5). An der Spitze stehen Nvidia (4,8 Billionen Dollar), Alphabet (4,3 Billionen), Apple (4,2 Billionen) und Microsoft (2,8 Billionen); auch SpaceX rangiert nach seiner Bewertung auf Platz 6.

EY-Chef Henrik Ahlers ordnet die Entwicklung ein: “Unternehmen, denen Anleger eine führende Rolle in der KI-Wertschöpfungskette zutrauen, werden mit enormen Bewertungsaufschlägen belohnt.” Diese Prämie erklärt einen Großteil der US-Dominanz. Immerhin zeigen zwei deutsche Unternehmen Bewegung nach oben: Siemens Energy stieg von Rang 168 auf 128, Infineon verdoppelte seinen Marktwert auf 121 Milliarden Dollar und kletterte von Rang 401 auf 185 — ein Hinweis, dass einzelne deutsche Zulieferer der KI-Wertschöpfungskette profitieren, auch wenn ein deutscher KI-Champion in der globalen Spitzengruppe weiterhin fehlt.

Quelle heise online

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Bürgerentscheid ebnet Weg für Helsing-Fabrik in Hallbergmoos

Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Hallbergmoos bei München haben in einem Bürgerentscheid mit 59 zu 41 Prozent für den Bau einer Fabrik des Rüstungs- und KI-Unternehmens Helsing gestimmt. Helsing hat sich am Standort nahe dem Flughafen München insgesamt 250.000 Quadratmeter Land gesichert; zunächst sollen rund 120.000 Quadratmeter bebaut werden. Die Investitionssumme liegt im dreistelligen Millionenbereich, geplant sind etwa 300 neue Arbeitsplätze.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wertete das Votum als Zeichen dafür, dass die Bürger “die großen wirtschaftlichen Chancen und unsere Verantwortung zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands erkannt” hätten.

Der Ausbau markiert einen Schritt in der Industrialisierung deutscher Verteidigungs-KI: Helsing, 2021 gegründet und bereits 2023 zum ersten europäischen Rüstungs-Einhorn aufgestiegen, liefert mit der Loitering Munition HX-2 und dem autonomen Kampfflugzeug CA-1 Systeme mit KI-gestützter Zielerkennung und -steuerung. Die Bundeswehr hat bereits mehrere Tausend HX-2-Einheiten für eine Brigade in Litauen bestellt. Dass eine Kommune einer solchen Ansiedlung per Bürgerentscheid zustimmt, zeigt, wie sehr sich die öffentliche Abwägung zwischen ziviler Standortentwicklung und militärischer KI-Nutzung seit Kriegsbeginn in der Ukraine verschoben hat — ein Trend mit Relevanz auch für die Regulierung, etwa bei den Ausnahmen militärischer Systeme vom EU-KI-Gesetz.

Quelle heise online

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KI an Bord: Bremens Straßenbahnen bekommen einen digitalen Aufpasser

In Bremens Straßenbahnen fährt künftig eine KI mit, die brenzlige Situationen erkennen soll, bevor sie eskalieren. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) stattet ihre Bahnen mit dem System “AI-Watch” aus — entwickelt von Just Add AI (JAAI), einer KI-Firma aus Bremen. Das berichtet heise online in einem ausführlichen Hintergrundbericht.

Das Prinzip lässt aufhorchen: Statt neue Technik in die Bahnen zu schrauben, wertet AI-Watch die Bilder der ohnehin vorhandenen Überwachungskameras mit multimodalen KI-Modellen aus. Erkennt das System eine Gefahrensituation, schlägt es Alarm — eine menschliche Kontrollinstanz soll Fehlalarme aussortieren. Und beim Datenschutz setzt das Projekt auf lokale Verarbeitung der Bilder, direkt vor Ort statt in einer fernen Cloud.

Wie dringend das Thema ist, zeigt der Bericht auch: Ein Viertel der Deutschen hat im Nahverkehr laut heise bereits negative Erfahrungen gemacht, die über Verspätungen hinausgehen. Erst kürzlich wurde bei einem Messerangriff in einer Bremer Straßenbahn nahe der Haltestelle Am Dobben ein Mann lebensgefährlich verletzt — ausgerechnet in einer Bahn, die das neue System noch nicht an Bord hatte.

Noch läuft AI-Watch im Pilotbetrieb, längst nicht alle Bahnen sind ausgerüstet, und offene Fragen zu Kosten und Fehlalarmen bleiben. Doch spannend ist die Richtung allemal: Ein Bremer Verkehrsbetrieb und ein Bremer KI-Start-up bauen gemeinsam an sichereren Bahnen — und auch Mannheim und Hamburg schauen laut heise beim Thema KI-Videoüberwachung im ÖPNV bereits genau hin.

Quelle heise online

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Schatten-KI: Deutsche Unternehmen setzen KI-Agenten ohne Regeln ein

Deutsche Unternehmen führen autonome KI-Agenten schneller ein, als sie deren Nutzung regeln. Nach einer Studie des Sicherheitsanbieters KnowBe4, über die Golem.de berichtet, setzen 62 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bereits KI-Agenten ein, die eigenständig Aktionen in Arbeitsabläufen ausführen. Zugleich geben 48 Prozent der Führungskräfte an, dass der KI-Einsatz in ihrem Verantwortungsbereich weder offiziell genehmigt noch geregelt ist. Bei dieser Schatten-KI werden sensible Unternehmensdaten ohne direkte Aufsicht verarbeitet. Durchgeführt wurde die Erhebung vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne unter 4.000 Fachkräften weltweit.

Auch der Faktor Mensch bleibt kritisch: 64 Prozent der Beschäftigten räumen laut der Studie ein, unter Zeitdruck und kognitiver Überlastung Sicherheitsvorkehrungen abzukürzen, obwohl sie die geltenden Protokolle kennen. 87 Prozent der deutschen Beschäftigten halten Deepfake-Stimmen und -Videos inzwischen für so realistisch, dass sich Absender kaum noch zuverlässig identifizieren lassen.

Die Zahlen sind mit Vorsicht zu lesen: Die deutsche Teilstichprobe umfasst nur rund 250 Befragte, und KnowBe4 verkauft selbst Sicherheitslösungen — auf beides weist Golem.de hin. Der Befund trifft dennoch einen wunden Punkt des Standorts. Während das EU-KI-Gesetz formale Governance-Anforderungen an den KI-Einsatz stellt, entsteht die tatsächliche Nutzung in vielen Betrieben ungeregelt von unten; Compliance-Risiken verlagern sich damit in den Arbeitsalltag. KnowBe4 empfiehlt, eine Security-First-Denkweise konsequent auf Menschen wie KI-Agenten auszudehnen — technische Lösungen allein reichten nicht aus.

Quelle Golem

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SAP drosselt Ausgaben, um den KI-Ausbau zu finanzieren

SAP finanziert seinen KI-Ausbau künftig über Sparmaßnahmen im eigenen Haus. Ein Unternehmenssprecher bestätigte laut heise online am Donnerstag einen Bloomberg-Bericht, wonach Neueinstellungen weitgehend auf ausgewählte Profile — vor allem KI-Rollen — beschränkt, Dienstreisen zu internen Veranstaltungen ohne KI-Bezug ausgesetzt und Einsparpotenziale bei Lieferanten geprüft werden. Das Unternehmen bezeichnet Künstliche Intelligenz als seine “größte Priorität”; Konzernchef Christian Klein treibt die Strategie voran. Konkrete Zahlen zu Sparvolumen oder betroffenen Stellen nennt SAP nicht.

Die Umschichtung fällt in eine angespannte Lage. Die SAP-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert verloren, und einer durchgesickerten internen Umfrage zufolge vertrauen nur 54 Prozent der Beschäftigten dem Vorstand. Zugleich zündet die KI-Strategie bei den Kunden dem Bericht zufolge bislang nur begrenzt. Für den Standort Deutschland ist der Schritt dennoch aufschlussreich: Der wichtigste deutsche Softwarekonzern behandelt KI nicht mehr als Zusatzinvestition, sondern als Kern des Geschäfts, dem andere Ausgaben untergeordnet werden.

Kundennahe Aktivitäten und zentrale KI-Initiativen sollen nach Unternehmensangaben uneingeschränkt weiterlaufen. Als Nächstes steht damit der Nachweis an, ob die freigesetzten Mittel die KI-Produkte tatsächlich schneller zu zahlenden Kunden bringen — daran wird sich die ausgerufene Priorität messen lassen müssen.

Quelle heise online

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