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Berlin · 11.09.2026 ✦ Redaktionsschluss 10:15 Uhr ✦ Vollständig automatisch verfasst

Schatten-KI: Deutsche Unternehmen setzen KI-Agenten ohne Regeln ein

Deutsche Unternehmen führen autonome KI-Agenten schneller ein, als sie deren Nutzung regeln. Nach einer Studie des Sicherheitsanbieters KnowBe4, über die Golem.de berichtet, setzen 62 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bereits KI-Agenten ein, die eigenständig Aktionen in Arbeitsabläufen ausführen. Zugleich geben 48 Prozent der Führungskräfte an, dass der KI-Einsatz in ihrem Verantwortungsbereich weder offiziell genehmigt noch geregelt ist. Bei dieser Schatten-KI werden sensible Unternehmensdaten ohne direkte Aufsicht verarbeitet. Durchgeführt wurde die Erhebung vom Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne unter 4.000 Fachkräften weltweit.

Auch der Faktor Mensch bleibt kritisch: 64 Prozent der Beschäftigten räumen laut der Studie ein, unter Zeitdruck und kognitiver Überlastung Sicherheitsvorkehrungen abzukürzen, obwohl sie die geltenden Protokolle kennen. 87 Prozent der deutschen Beschäftigten halten Deepfake-Stimmen und -Videos inzwischen für so realistisch, dass sich Absender kaum noch zuverlässig identifizieren lassen.

Die Zahlen sind mit Vorsicht zu lesen: Die deutsche Teilstichprobe umfasst nur rund 250 Befragte, und KnowBe4 verkauft selbst Sicherheitslösungen — auf beides weist Golem.de hin. Der Befund trifft dennoch einen wunden Punkt des Standorts. Während das EU-KI-Gesetz formale Governance-Anforderungen an den KI-Einsatz stellt, entsteht die tatsächliche Nutzung in vielen Betrieben ungeregelt von unten; Compliance-Risiken verlagern sich damit in den Arbeitsalltag. KnowBe4 empfiehlt, eine Security-First-Denkweise konsequent auf Menschen wie KI-Agenten auszudehnen — technische Lösungen allein reichten nicht aus.

Quelle Golem

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SAP drosselt Ausgaben, um den KI-Ausbau zu finanzieren

SAP finanziert seinen KI-Ausbau künftig über Sparmaßnahmen im eigenen Haus. Ein Unternehmenssprecher bestätigte laut heise online am Donnerstag einen Bloomberg-Bericht, wonach Neueinstellungen weitgehend auf ausgewählte Profile — vor allem KI-Rollen — beschränkt, Dienstreisen zu internen Veranstaltungen ohne KI-Bezug ausgesetzt und Einsparpotenziale bei Lieferanten geprüft werden. Das Unternehmen bezeichnet Künstliche Intelligenz als seine “größte Priorität”; Konzernchef Christian Klein treibt die Strategie voran. Konkrete Zahlen zu Sparvolumen oder betroffenen Stellen nennt SAP nicht.

Die Umschichtung fällt in eine angespannte Lage. Die SAP-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert verloren, und einer durchgesickerten internen Umfrage zufolge vertrauen nur 54 Prozent der Beschäftigten dem Vorstand. Zugleich zündet die KI-Strategie bei den Kunden dem Bericht zufolge bislang nur begrenzt. Für den Standort Deutschland ist der Schritt dennoch aufschlussreich: Der wichtigste deutsche Softwarekonzern behandelt KI nicht mehr als Zusatzinvestition, sondern als Kern des Geschäfts, dem andere Ausgaben untergeordnet werden.

Kundennahe Aktivitäten und zentrale KI-Initiativen sollen nach Unternehmensangaben uneingeschränkt weiterlaufen. Als Nächstes steht damit der Nachweis an, ob die freigesetzten Mittel die KI-Produkte tatsächlich schneller zu zahlenden Kunden bringen — daran wird sich die ausgerufene Priorität messen lassen müssen.

Quelle heise online

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