Tipps mit sehr unterschiedlicher Qualität

Das Buch “97 Things Every Programmer Should Know” besteht aus 97 Abschnitten von unterschiedlichen Autoren zu oft auftretenden Fragen bei der Softwareerstellung.

97 Things Every Programmer Should Know

Als Überblick ist das Buch gut geeignet, allerdings nur als erster Einstieg. Es werden nur sehr oberflächliche Informationen vermittelt. Wer z. B. nicht weiß, was man unter „Refaktorieren“ versteht, muss googlen. Ein ganz großer Schnitzer ist es, dass es nach jedem Abschnitt keine Hinweise auf weitere Literatur gibt. Das ist der erste Stern Abzug.

Und es gibt auch Artikel, die einfach zu trivial sind und Ratschläge a la „avoid using goto statements“ und „comments are not evil“ geben. Ganz trivial sind dann „learn foreign languages“ und „testers are your friends”.

Laut lachen musste ich beim Satz “once you get the hang of SQL, writing database-centric applications is a joy”. Denn SQL-Abfragen können natürlich sehr komplex werden und haben ohne Indizes und materialisierte Sichten oft eine lausige Performance. Außerdem befindet sich nicht selten zwischen der objektorientierten Programmiersprache und der DB ja auch noch ein Persistenzframework, das seine eigene Komplexität mitbringt.

Und das war auch der zweite Stern Abzug. Die Qualität der Artikel ist sehr ungleichmäßig. Ich hätte lieber nur 85 gute Tipps gelesen, denn ein paar waren Zeitverschwendung.

Die anderen Artikel hingegen sind gut (bis auf die fehlenden Literaturhinweise) und ich habe auch ein paar gute Tipps gefunden.

Insgesamt daher aber nur Mittelmaß.

  • Kevlin Henney
  • 97 Things Every Programmer Should Know
  • O’Reilly
  • 2010

Siehe auch die Renzension bei Amazon

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im November 2016 an das neue Blog-Format angepasst.

 "Gute Einführung in nicht-relationale Datenbanken" "Gute Einführung in das Thema Unsicherheit und Risiko"