Gute Einführung in jQuery und das Drumherum

“Head First jQuery” ist im “Heads First”-Stil gehalten und richtet sich an Anfänger und Quereinsteiger, die bereits über Grundkenntnisse in HTML und CSS und Programmierkenntnisse verfügen.

Head First jQuery

Ich als Diplom-Informatiker lese die Bücher aus der Heads-First-Reihe gerne, um mir einen ersten Überblick zu verschaffen. Man lernt schnell genug, um etwas selber anwenden zu können. Das war auch bei diesem Buch der Fall.

In jedem Kapitel wird ein neuer Auftrag eines Kunden vorgestellt, den der Leser dann unter Anleitung der Autoren selber erfüllen muss. Das gelernte Wissen wird also unmittelbar angewendet und auch in vielen Übungsaufgaben abgefragt.

Dabei wird ein großer Teil der jQuery-Welt thematisch abgedeckt: HTML, CSS, DOM, JavaScript, XML, Jason, PHP, MySQL, jQueryUI und als Beispiel-API GoogleMaps.

Das ist an den meisten Stellen gelungen und interessant.

Ich gebe aus den folgenden Gründen nur 4 Sterne:

  1. Im Buch werden ganz elementare Programmierkonzepte, wie Variablen und for-Schleifen ausführlich erklärt. Die Autoren haben als Zielgruppe wohl Leser ohne Programmiererfahrungen gehabt. Das ist meiner Meinung nach sinnlos und Platzverschwendung, denn es ist niemandem zu raten, mit jQuery Programmieren zu lernen.
  2. Manche Stellen waren auch ein wenig langweilig (z. B. die Animationen und die Timer)
  3. jQuery ist ein Teil der Präsentationsschicht. Diese soll nur zur Anzeige dienen und Geschäftsprozesse (Business-Logik) sollten nicht hier modelliert werden. Im Buch wird an vielen Stellen aus didaktischen Gründen hiergegen verstoßen, ohne das der Leser darüber aufgeklärt wird, das er hier ein “Don’t” bzw. eine “Bad practice” lernt.

Das Buch:

  • Ryan Benedetti, Ronan Cranley
  • Head First jQuery
  • O’Reilly
  • 2011

Siehe auch die Renzension bei Amazon

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im November 2016 an das neue Blog-Format angepasst.

 "Technical proofer of 'OpenCL in Action'" "Slides: 'Introduction to Parallel Computing'"