Guter Einstieg in die 'Daten-Kultur', aber zu unkritisch

In “Data driven - Creating a Data Culture” erläutern die Autoren, was sie unter einer “Datenkultur” verstehen.

Data driven - Creating a Data Culture

Die Autoren erläutern, welchen Stellenwert die Daten in menschlichen Organisationen haben (hauptsächlich Firmen, NGOs (non government organisations), Vereine etc.) und das sie von möglichst vielen Menschen genutzt werden sollen. Traditionelle Data-Warehouses waren bürokratisch organisiert, es gab eine kleine “Informations-Elite” und normale Anwender mussten u. U. lange auf die Umsetzung ihrer angeforderten Reports warten. Big Data setzt auf eine “Demokratisierung”, d.h. die Daten sollen möglichst vielen zur Verfügung gestellt werden.

Es ist ein ganz angenehmer Anfang, aber leider viel zu optimistisch und noch nicht zu Ende gedacht. Wo liegen die Gefahren? Was ist mit der Daten-Qualität? Wenn diese schlecht ist, sind auch die Folgerungen aus diesen Daten schlecht? Wie bringt man seinen Mitarbeitern Statistik bei? Facebook und Co. haben wohl keine Schwierigkeiten sehr intelligente “Data Scientists” anzuheuern, aber die kleineren Firmen hingegen wohl schon. Auch gibt es viele Möglichkeiten mit Statistik falsche Schlüsse zu ziehen, siehe z. B. das Buch “The flaw of averages” by S. Savage.

Aber insgesamt kurz und einen Blick wert, aber zu unkritisch.

  • DJ Patil, Hilary Mason
  • Data driven - Creating a Data Culture
  • O’Reilly
  • 2015

Siehe auch die Renzension bei Amazon.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im November 2016 an das neue Blog-Format angepasst.

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